Review zum Horrorfilm “Winchester: Das Haus der Verdammten” mit Helen Mirren

Review zum Horrorfilm “Winchester: Das Haus der Verdammten” mit Helen Mirren

31. August 2018 Aus Von chill-mit-film.de
“Winchester: Das Haus der Verdammten” – ein Haus der Irrwege und Labyrinthe

Ab heute erscheint der neue Horrorfilm “Winchester: Das Haus der Verdammten” als Blu-ray und DVD im Handel. Der Film erzählt von der Witwe Sarah Winchester. Diese lebt in ihrer monströsen Villa in einer verlassenen Gegend von San Jose, 50 Meilen von San Francisco entfernt. Sie ist die Erbin des Waffen-Imperiums von William Winchester und lässt in jahrzehntelanger, ununterbrochener Bautätigkeit ein gigantisches und unübersichtliches Anwesen mit über 500 Zimmern errichten – voller Irrwege, falscher Türen und im Nirgendwo endender Treppen. Auf die Außenwelt wirkt das Gebäude wie das exzentrische Denkmal einer wahnsinnigen Frau. Der bekannte Psychologe Dr. Eric Price (Jason Clarke) wird damit beauftragt, den Geisteszustand der Millionenerbin zu untersuchen. Denn Sarah Winchester ist davon überzeugt, ein Gefängnis für Hunderte rachsüchtige Geister und gequälte Seelen zu errichten, die durch Winchester-Waffen zu Tode kamen und nun Vergeltung suchen. Der Arzt stellt bald fest, dass es in der Villa tatsächlich nicht mit rechten Dingen zugeht: Gefangen im größten Geisterhaus der Welt müssen Sarah und Dr. Price einen Ausweg finden, um die Verdammten des Winchester-Hauses zu erlösen.

Der Film basiert auf einer wahren Geschichte und ob letztendlich tatsächlich Geister in dieser Villa spukten, ist wohl eine Frage des Glaubens – eben so wie fast jeder auf wahren Begebenheiten basierender übernatürlicher Horrorfilm.

Winchester - Das Haus der Verdammten, © Splendid Film

Winchester – Das Haus der Verdammten, © Splendid Film

In den Hauptrollen zeigen sich Oscar-Preisträgerin Helen Mirren und Jason Clarke (“Planet der Affen: Revolution”). Regie führten die deutschen Spierig Brüder, die auch zuletzt “Jigsaw” inszenierten.

Das Haus der unzähligen Räume und Irrwege ist natürlich die eigentliche Attraktion des Films. Ein Labyrinth, in der rachsüchtige und gequälte Geister ihr Unwesen treiben.

All dies mag für den Spukhaus-Fan interessant klingen, obendrein namhafte Hauptdarsteller. Zu Beginn wird der Schauer und der Grusel stückchenweise präsentiert, was gut ist. Ein richtiges Fürchten passiert hier allerdings nicht. Auch wenn dieses spezielle Haus der perfekte Schauplatz ist für solch ein Horrorfilm, so hat man stets das Gefühl, man hätte mehr daraus machen können. Das Gruseln und die Jump-Scares (wenn man das so nennen kann) geschehen nach Schema F, wie so vieles in diesem Film. Der Horror wirkt uninspirierend und tausendfach abgeguckt, während das Finale die Einfallslosigkeit krönt.

Auch wenn der eigentliche Horror eher mäßig daher schwappt, so zeugt der Schauplatz eine gute Grusel-Atmosphäre, wenn auch leider nicht mehr.

 

Chill-mit-Film.de Rating:

6/10 ” Atmosphärisch gelungen. Jason Clarke und Helen Mirren spenden eine schauspielerische Unterhaltung. Leider bewegt sich der Horror auf mäßiger Ebene wie auch die Story. Der optimale Schauplatz der Villa mit all den Labyrinthen wurde kaum ausgenutzt. Letztendlich hätte man so viel mehr daraus machen können.” – chill-mit-film.de