Filmkritik zu “Outcast – Die letzten Tempelritter”: Kreuzritter-Abenteuer mit Nicolas Cage

Filmkritik zu “Outcast – Die letzten Tempelritter”: Kreuzritter-Abenteuer mit Nicolas Cage

1. April 2015 0 Von chill-mit-film.de

[dropcap]N[/dropcap]icolas Cage ist nicht besonders bekannt dafür, großartige Filme in den letzten Jahren gemacht zu haben. Umso mehr wünscht man sich, ihn endlich in einem guten Film zu sehen. Und nun wären wir bei “Outcast – Die letzten Tempelritter” (Verkaufsstart: 17. April 2015), dem neuen Film mit Nicolas Cage. An seiner Seite fungiert der etwas in Vergessenheit geratene Hayden Christensen (“Star Wars II-III”), der zuletzt im Jahr 2010 in einem Film zu sehen war.

In “Outcast – Die letzten Tempelritter” handelt es sich um den englischen Ritter Jacob, der nach all den Kreuzzügen und all den schlimmen Dingen, die er sah, ein von der Seele gezeichneter Mann ist. Nun wandert er bis ans Ende der Welt und trifft dabei auf die Königsgeschwister Lian und Zhao, die sich auf der Flucht befinden – und zwar vor dem eigenen Bruder Shing. Shing hat seinen eigenen Vater und König ermordet, um selbst König zu werden. Doch die Ermordung an den König schiebt er auf seinen jüngeren Bruder Zhao. Fortan wird Zhao von den eigenen Truppen gejagt. Doch Kreuzritter Jacob ist oder war ebenfalls ein erfahrener Ritter und versucht nun alles, um die unschuldigen Königsgeschwister zu beschützen. Während ihrer Reise treffen sie auf einen weiteren Kreuzritter namens Gallain, der an Jacobs Seite in früheren Schlachten stand. Gemeinsam bekämpfen sie die Armee des neuen selbsternannten Königs Shing, um hoffentlich am Ende die Gerechtigkeit zu erlangen.

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Outcast - Die letzten Tempelritter,  © UNIVERSUM FILM

Outcast – Die letzten Tempelritter, © UNIVERSUM FILM

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Ein Mittelalter-Abenteuer klingt immer interessant. Vor allem, wenn sich Namen wie Nicolas Cage und Hayden Christensen in der Besetzung tummeln. Doch leider gibt es hier genügend Aspekte, die diesen Film ins Verderben schicken. Ich selbst mag Hayden Christensen, vor allem in “Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith” – auch wenn die Meinungen hierbei sehr unterschiedlich sind. Doch leider wirkt er in “Outcast – Die letzten Tempelritter” wie Justin Bieber während eines Fotoshootings. Und wer bei Nicolas Cage einen neuen Trick erwartet, wird mit dem alt-typischen Cage klar kommen müssen. Zudem gibt es tatsächlich eine Menge unglaubwürdige Szenen, die ich so in der Realität mir kaum vorstellen kann. Leider sind auch andere Schauspieler von der schlechten Schauspielkunst betroffen, wie z. B. Yifei Liu als Lian. Ich möchte auch nicht sagen, dass sie sowie Cage und Christensen schlechte Schauspieler sind. Doch es scheint so, dass alle in “Outcast – Die letzten Tempelritter” sehr mangelhaft wirken.

Und wenn das alles nicht positiv ist, könnte man doch noch die Kulisse als positiv anrechnen. Doch auch hier merkt man oft, dass es sich in einem Filmstudio befindet, dahinter eine Landschaftswand, worauf Berge und eine Sonne zu sehen sind. Es mag sein, dass ich in diesem Punkt unrecht habe, und der Film wurde tatsächlich an den idyllischen Orten gedreht. Doch dass ich diese Orte nicht als real wahrnehme, zeigt, dass der Film wohl doch irgendwas nicht richtig macht. Etwas Positives zu finden ist daher recht schwer. Selbst das Drehbuch scheint kein vernünftiges Dialog aufzuweisen. Der vielleicht einzige minimale Pluspunkt, ist die Starbesetzung von Nicolas Cage und Hayden Christensen, die jedoch in einem miserablen Film mitwirken und auch selbst keine gute Leistung absolvieren. Und umso trauriger ist es, dass Nicolas Cage weiterhin derartig schlechte Filme dreht.

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2/10 “Ein Mittelalter-Desaster, trotz Cage und Hayden ‘Anakin Skywalker’ Christensen!” – chill-mit-film.de