Filmkritik zu “Let Us Prey”: Liam Cunningham bringt die Hölle direkt zu uns

Filmkritik zu “Let Us Prey”: Liam Cunningham bringt die Hölle direkt zu uns

9. März 2015 0 Von chill-mit-film.de

[dropcap]L[/dropcap]iam Cunningham, der momentan seinen Erfolg in “Game of Thrones” feiert, zeigt sich im neuen Horror-Thriller “Let Us Prey” (Verkaufsstart: 27. März 2015) in einer düsteren Rolle. Der Film spielt sich in einem einsamen schottischen Kaff in einer Polizeistation ab. Als ein Jugendlicher einen Mann mit seinem Auto anfährt, scheint das Opfer verschwunden zu sein. Wenig später erscheint der angeblich überfahrene Mann in der Polizeistation völlig unversehrt. Dabei ahnen die Polizisten noch nicht, dass ein blutiges Spiel begonnen hat. Schon bald beginnen bizarre Visionen, die zu schrecklichen Taten führen.

Liam Cunningham ist stets gerne gesehen, auch in einem Horrorfilm wie diesem. Dass in “Let Us Prey” schauspielerisch keiner besonders hervor sticht, war sicherlich vorhersehbar. Doch gelungen schafft es der Film, eine Art Kammerspiel aufzubauen. Denn der komplette Film spielt sich in einem verlassenen Örtchen ab, das eine gewisse schleichende Horror-Atmosphäre erzeugt.

Let Us Prey, © Neue Pierrot le Fou

Let Us Prey, © Neue Pierrot le Fou

Doch neben dem gelungenen Horror-Feeling kommt mir leider die Story sehr konfus vor. Um was es sich nun exakt handelt, bleibt stets im Verborgenen. Gesprochen wird nur über “das Böse”, was einfach heutzutage sehr ausgelutscht wirkt. Zwar sehen auch die Visionen(-artigen) Einblendungen recht überzeugend aus, jedoch auch oft nichtssagend.

Irgendwie scheint der Film eine Horror-Atmosphäre zu erzeugen, scheitert jedoch an der zu oft erzählten “Böse Mächte”-Story, die einfach nichts Neues hervorbringt, was sich bis zum Ende des Films zieht.

Natürlich könnte man die Story eines solch kleinem Horror-Werk nur als Nebensache betrachten und mehr die verstörende und blutige Seite des Films in den Fokus stellen sowie die Erzeugung der gelungenen Horror-Atmosphäre. Doch da der Film auf engem Raum spielt und die Dialoge der Darsteller sowie das Herausfinden der Geschehnisse in den Vordergrund getrieben wird, ist man auch zwanghaft an die Story gebunden, was dazu führt, dass die bizarren Szenen und der eigentliche Horror zur Nebensache wird.

Chill-mit-Film’ Rating:

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5/10 “Schön-schauriges Kammerspiel mit guter Horror-Atmosphäre, jedoch mit einer recht unoriginellen und zugleich etwas konfusen Story.” – chill-mit-film.de