Kinostarts 3. November 2016: Morris aus Amerika, Natalie Portman inmitten von Liebe und Finsternis

Kinostarts 3. November 2016: Morris aus Amerika, Natalie Portman inmitten von Liebe und Finsternis

3. November 2016 0 Von chill-mit-film.de
Morris aus Amerika

Morris ist 13, nicht gerade schlank und schwarz. Doch das ist eigentlich nicht sein Problem. Frisch gestrandet aus New York lebt er allein mit seinem Vater Curtis, der im Trainerteam des hiesigen Profi-Fußball-Clubs arbeitet, in Heidelberg. Auch wenn es zwischen Old School-Hip Hop und Gangster Rap ziemlich unterschiedliche Auffassungen gibt, schweißt die gemeinsame Liebe zu Hip-Hop die beiden zusammen. Freunde zu finden und sich in dieser völlig neuen Welt zu behaupten, ist allerdings gar nicht so einfach, vor allem wenn man Gangster Rapper werden will. Zu allem Unglück ist da auch noch das Problem mit der deutschen Sprache, bei der auch die charmante Nachhilfelehrerin Inka nur bedingt helfen kann. Doch dann trifft Morris Katrin und sein ganzes Leben steht Kopf.

Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

Amos (Amir Tessler) wächst in den 1940er-Jahren in Jerusalem auf, wo die aus Europa vertriebenen Juden auf einen israelischen Staat hoffen, der ihre rechtmäßige Heimat werden soll. Von diesem gelobten Land träumen auch Amos’ Eltern: seine fantasievolle Mutter Fania (Natalie Portman) und sein intellektueller Vater Arieh (Gilad Kahana). Der Bibliothekar hat gerade sein erstes Buch über hebräische Literatur veröffentlicht und hält seinem zehnjährigen Sohn gern Vorträge über Sprachwissenschaft. Die schönsten Geschichten erzählt aber seine Mutter. Geschichten von früher, von ihrer Familie und ihrem Zuhause in Polen, aber auch Gleichnisse. Arieh, der Akademiker, nimmt sie nicht ernst. Doch der einfühlsame Amos ist fasziniert, gerade weil er oft nicht weiß, ob Fanias Geschichten wahr sind und was sie bedeuten. Und wenn er einmal groß ist, möchte Amos Landwirt werden, in einem Kibbuz mithelfen und die neue Heimat aufbauen – wie die Pioniere, die seine Mutter so bewundert.

Der ersehnte Staat kommt und bringt einen neuen Krieg. Aber auch als Israel endlich unabhängig ist, ändert sich für Fanias persönliches Leben nichts. Ihr großer Traum vom gelobten Land, wo alles möglich ist, hat sich nicht erfüllt. Der Alltag wird ihr zur Last. Ihr einziger Sohn Amos ist das Licht in ihrem zu engen Leben. Doch auch Amos kann seine Mutter nicht vor der Finsternis bewahren, die sie umfängt: Fania wird immer schwermütiger und teilnahmsloser. Kein Arzt kann helfen. Welche Zukunft hat Amos, wenn seine geliebte Mutter ihm keine Geschichten mehr erzählt?

Die Tänzerin

Niemand hätte ahnen können, dass Loïe Fuller (Soko), die Tochter eines Rodeoreiters irgendwo aus dem amerikanischen Westen, zum Star der Belle Epoque in Europa werden würde. Unter Metern von Seide, die Arme verlängert durch Holzstäbe, erfand sie ihren Körper auf der Bühne jeden Abend neu und verzauberte das Publikum mit ihrem revolutionären Tanzstil. Mit ihrem magischen Serpentinentanz aus Stoff und Licht wird sie zum neuen Stern am Pariser Nachthimmel und im Folies Bergère gefeiert, wie keine zweite Künstlerin ihrer Zeit. Ihr schonungsloser Köpereinsatz und das blendende Licht der Bühne schwächen sie zunehmend, doch vom Perfektionismus getrieben, gibt Loïe nicht auf. Unterstützung findet sie in ihren Bewunderern. Der melancholische Adlige Louis Dorsay (Gaspard Ulliel) fasziniert sie und wird zu ihrem Seelenverwandten. Die sanfte Gabrielle (Mélanie Thierry) erdet und umsorgt sie. Die junge, grazile Tänzerin Isadora Duncan (Lily-Rose Depp) beflügelt sie, aber bringt sie auch fast um ihren Verstand. Am Ende muss Loïe ihren Weg alleine gehen, um ihren persönlichen Traum zu leben: das Publikum der Pariser Oper mit ihrem Tanz zu betören. Ein außergewöhnliches Schicksal, ein einzigartiges Leben, eine Frau, die ihrer Zeit voraus war.

Willkommen bei den Hartmanns

Alles beginnt, als Angelika Hartmann (Senta Berger), frisch pensionierte Lehrerin und Mutter einer von Alltagsproblemen geplagten gutbürgerlichen Familie, eines Tages beschließt, einen Flüchtling aufzunehmen. Angelika ist einsam, seit die Kinder aus dem Haus sind. Ihr Mann (Heiner Lauterbach), Chefarzt einer Klinik, versucht mit allen Mitteln, den Alterungsprozess aufzuhalten. Sohn Philip (Florian David Fitz) driftet in Businesswelten zwischen Shanghai und München, dabei bleibt die Beziehung zu seinem Sohn Basti (Marinus Hohmann) etwas auf der Strecke, Tochter Sophie (Palina Rojinski) weiß mit 31 immer noch nicht, was sie will. Der ganz normale Familienwahnsinn also, in den der Nigerianer Diallo (Eric Kabongo) gerät – und auf seine charmantnaive Art das Leben der Hartmanns ziemlich durcheinanderwirbelt. Ein turbulenter Zustandsbericht aus einem fast normalen Land, in dem alle etwas verwirrt sind …

Die Trailer zu den Kinofilmen gibt es in dieser Playlist:

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Video-Link: https://www.youtube.com/playlist?list=PLvudYwnO1TAJhe0GG1AlnUtnkAPlKogD2

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Morris aus Amerika, ©Lichtblick Media / Beachside

Morris aus Amerika, ©Lichtblick Media / Beachside