Filmkritik zu “Turbo Kid”: Blutige Retro-Action mit Mad Max-Feeling im 1980er-Stil

Filmkritik zu “Turbo Kid”: Blutige Retro-Action mit Mad Max-Feeling im 1980er-Stil

30. Oktober 2015 0 Von chill-mit-film.de

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In “Turbo Kid” (DVD/Blu-ray Verkaufsstart: 13. November 2015) muss ‘The Kid’ völlig alleine in einer post-apokalyptischen Zukunft – um genau zu sein im Jahre 1997 – ums Überleben kämpfen. Der Teenager ist jedoch kein großer Kämpfer und verbringt die Tage lieber mit seinen Comics und seinem Musikkassetten-Walkman. Doch als urplötzlich ein mysteriöses Mädchen namens ‘Apple’ auftaucht, scheint sie ihm unaufgefordert zu folgen. Folgend fühlt sich ‘The Kid” für ‘Apple’ verantwortlich und stellt sich seinen Ängsten. Doch als die beiden von den sadistischen und selbsternannten Führer des trostlosen Wasteland ‘Zeus’ heimgesucht werden, wird ‘The Kid’ widerwillig zum Helden. Mit dem Anzug von ‘Turbo Rider’ aus seinen Comics, einer turbogeladenen Waffe und dem Drang nach Gerechtigkeit, begibt er sich auf eine gefährliche Reise, um das Wasteland von den Fängen des Bösen zu befreien und Apple, das Mädchen seiner Träume, zu retten – denn ‘The Kid’ ist ab sofort “Turbo Kid”!

Was zu Beginn wie ein schlechter B-Movie klingt und auf den Bildern auch einen solchen Eindruck vermittelt, ist letztendlich ein kleiner Kultfilm geworden. Der Film präsentiert sich im 1980er-Stil und zeigt eine post-apokalyptische Zukunft, nicht etwa im Jahr 2050, sondern im Jahr 1997. Untermalt wird der Film fast durchlaufend mit einem wundervollen 80er Synthesizer, der mit passenden Lautsprechern noch intensiver daher kommt. Gemixt wird das Ganze mit einem sympathischen Protagonisten, einer herrlichen “Mad Max”-Atmosphäre und mit übertriebenen Blutfontänen und Gore-Effekten.

Dieser herrliche nostalgische Trash ist wie eine Mischung aus “Mad Max” und einer 80er Jahre Videospiel-Verfilmung. Man könnte “Turbo Kid” als Persiflage und zugleich auch als Hommage wahrnehmen. Es ist schon eine wahre Kunst, ein Film solcher Art doch unglaublich charmant und sympathisch darzustellen, ohne dabei peinlich zu werden, dass daraus schon ein kleiner Kultstatus erreicht wird. Wichtig anzumerken ist auch noch, dass der Film in Deutschland als ‘Uncut’ veröffentlicht wird, was unglaublich wichtig ist. Denn es wäre eine echte Katastrophe, wenn dieser Film der Schere zum Opfer gefallen wäre. Die Gore- und Splatter-Szenen sind wichtige Bestandteile des Films, die man keinesfalls cutten darf, da der Film sonst sehr viel Wert an Qualität verlieren würde.

Viele Hochglanz-Blockbuster der heutigen Zeit, die sich in den 1970-, 80- oder 90-er abspielen, wirken oft unecht – wie ein Film, der sich in den 80ern abspielt, jedoch mit einer sichtbaren Fake-Kulisse. Ganz anders zeigt sich “Turbo Kid”. Hier ist es so, als ob der Film tatsächlich aus den 80ern stammt – aus einer Zeit, als es noch VHS, Musik-Kassetten und einen Game-Boy gab. “Turbo Kid” wirkt wie ein Film, der in den 80ern gedreht, jedoch heute erst veröffentlicht wurde und noch immer mit dem Satz “Es ist die Zukunft, wir schreiben das Jahr 1997.” auf den Postern wirbt – und genau aus diesem Grund so immens charmant und sympathisch daher kommt.

Letztendlich ist die Filmlaufzeit von 90 Minuten doch recht kurz geworden. Man bekommt das Verlangen, dieses Abenteuer weiter zu verfolgen, weiter den 80’s Soundtrack um die Ohren zu bekommen und den neuen Helden Turbo Kid zu feiern.

Chill-mit-Film.de Rating:

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9/10 “Ein Film voller Nostalgie, grandiosem 80’s Synthie, spaßmachende Retro-Action und eine Hommage an die 80er Jahre Sci-Fi-Action-Filme.” – chill-mit-film.de