Filmkritik zu “The Homesman”: Tommy Lee Jones und Hilary Swank inmitten des Wilden Westen

Filmkritik zu “The Homesman”: Tommy Lee Jones und Hilary Swank inmitten des Wilden Westen

16. April 2015 0 Von chill-mit-film.de

Dass Tommy Lee Jones einen Hang um Western-Genre hat, macht sich in seiner Filmographie bemerkbar. Auch als Regisseur inszenierte er stets Western, wie auch sein aktueller Film “The Homesman” (DVD/Blu-ray-Verkaufsstart: 17. April 2015). Der Film spielt sich Mitte des 19. Jahrhunderts in Nebraska ab. Die alleinlebende und gottesfürchtige Mary Bee Cuddy (Hilary Swank) hat ein einsames Leben in den endlosen Weiten des Wilden Westens und entscheidet sich, drei Farmersfrauen, die den Verstand verloren haben, zurück in die Zivilisation im Osten zu bringen, wo man sich um die Frauen kümmert. Doch die Reise dorthin ist gefährlich. Aus diesem Grund heuert sie den Gesetzeslosen Briggs (Tommy Lee Jones) an, den sie von seinem Tode bewahren konnte. Fortan treten beide die Reise an und bekommen lebensgefährliche Begegnungen mit Siedlern und Indianern. Zudem will Mary Bee Cuddy schnellstmöglich heiraten. Doch bislang haben die Männer Cuddys Antrag stets abgelehnt. Ob der raue und bindungsloser Briggs der richtige Mann für Cuddy ist, wird sich herausstellen müssen…

Neben Tommy Lee Jones brillieren im Cast auch Hilary Swank (“Das Glück an meiner Seite“), Grace Gummer (“American Horror Story”), Miranda Otto (“Der Herr der Ringe”) und Sonja Richter (“Erbarmen“, “When Animals Dream“).

Tommy Lee Jones ist auch bekannt dafür, gute Filme zu kreieren. Dies schafft er auch mit “The Homesman”. Hilary Swank und Tommy Lee Jones sowie der Rest der Besetzung liefern eine sehr gute Arbeit. Insgesamt erinnerte mich der Film rein von der Hochwertigkeit an “True Grit – Vergeltung” von den Coens – da auch in “The Homesman” eine Reise angetreten wird, bei der die Frau die Zügel in der Hand hält, während ein raubeiniger Gefährte für das Lösen des ein oder anderen Problems zuständig ist.

Die Darstellung der drei ‘verrückten’ Frauen wurde großartig gemeistert. In jedem Moment erscheinen diese Frauen sehr verstörend und verloren und kratzen somit auch an der Seele der scheinbar starken und aufrechten Mary Bee Cuddy.

Insgesamt funktioniert der Film sehr gut: Top-Darsteller, ein atmosphärischer Soundtrack sowie gelungene Prärie-Aufnahmen. Doch letztlich erscheint mir der Film wie eine Light-Version von “True Grit – Vergeltung”. Natürlich ist die Grundhandlung anders. Doch vom Stil gibt es gewisse Ähnlichkeiten. “The Homesman” überzeugt mit allen Mitteln, kann jedoch, wie ich finde, nicht die ganz hohen Emotionen des Dramas erreichen. Zuletzt bleibt ein Film übrig, der alles da hat, um ein Meisterwerk genannt zu werden, schafft es jedoch nicht die Spannung und die Emotionen auf diesen Level zu bringen, jedoch gut genug ist, um als gelungenes Westerndrama zu fungieren – der vielleicht mit der Zeit zu einem schönen Klassiker werden kann.

Chill-mit-Film.de Rating:

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7/10 “Gelungenes Westerndrama mit starker Besetzung!” – chill-mit-film.de

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The Homesman, © UNIVERSUM FILM, Foto: Dawn Jones

The Homesman, © UNIVERSUM FILM, Foto: Dawn Jones