Filmkritik zu “Kiss the Cook”: Ein Road-Trip mit Gourmetkoch Jon Favreau

Filmkritik zu “Kiss the Cook”: Ein Road-Trip mit Gourmetkoch Jon Favreau

22. Oktober 2015 0 Von chill-mit-film.de

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Sein Regiedebüt feierte Jon Favreau in der Familienkomödie “Buddy – Der Weihnachtself”. Doch sein bislang bekanntestes Werk ist zweifelsohne Marvels “Iron Man”. In Favreau neuestem Film “Kiss the Cook: So schmeckt das Leben” (ab heute als Blu-ray und DVD im Handel) führte er nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch und fungierte als Hauptdarsteller.

In “Kiss the Cook: So schmeckt das Leben” geht es um den Gourmetkoch Carl Casper. Dieser hat eine Menge Koch-Ideen, die er jedoch nicht ausleben darf, da der Restaurantbesitzer Riva (Dustin Hoffman) auf die jahrelang funktionierende Speisekarte schwört und keine Neuheiten hinzufügen möchte. Unter ständigem Druck im Beruf zeigt sich auch sein Privatleben nicht sonderlich zufrieden: Seine Ehe mit Inez (Sofía Vergara) ist gescheitert und die Beziehung zu seinem 11-jährigen Sohn Percy (Emjay Anthony) liegt brach. Als dann noch ein Kritiker (Oliver Platt) Carls Kochkünste in Frage stellt, entschließt sich der Gourmetkoch mit einem Imbisswagen auf Reise zu gehen. Zusammen mit seinem Sohn und seinem Sous-Chef Martin (John Leguizamo) beginnt ein Road Trip durch den amerikanischen Süden. Carl möchte mit seinen neuen Koch-Ideen die Massen anlocken und damit endlich wieder kreativ sein.

Favreau gelingt es hier, ein Roadmovie zu präsentieren, der mit Temperament und mit den harmonisierenden Figuren überzeugt. Der Film lässt sich mit seinen Figuren Zeit. So dauert es bis zur Hälfte des Films, bis er tatsächlich zu einem Roadmovie wird. Den Road-Trip könnte man schon fast dokumentarisch betrachten, was sehr gut gelungen ist. Inhaltlich bietet dieser Trip nicht viel, bis auf eine Vater-Sohn-Geschichte. Doch die charmanten Figuren decken das Leck der etwas schwachen Story ab der zweiten Filmhälfte.

Letztendlich würde ich diesen Film vollkommen als “Feel-Good-Roadmovie” abstempeln. Die Speisen sehen köstlich aus und die Leidenschaft und die Harmonie der Darsteller funken auch zum Zuschauer. Insgesamt hat man viel Freude daran die einzelnen Figuren zu verfolgen, da sie nicht ersetzbar sind und sehr gut im Laufe des Films vorgestellt werden – vor allem, da Favreaus Figur nicht glattgebügelt dargestellt wird und wie jeder andere Mensch auch Ecken und Kanten hat.

“Kiss the Cook: So schmeckt das Leben” ist mit Sicherheit nichts Herausragendes – doch funktioniert er mit Charme, Harmonie und Leidenschaft auf eine ganz lockere und leichte Weise, was man heutzutage bei so manchen Filmen leider etwas vermisst.

Chill-mit-Film.de Rating:

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7/10 “Ein ‘Feel-Good-Roadmovie’ mit charmanten und harmonisierenden Figuren.” – chill-mit-film.de