Filmkritik zu “Jurassic World”: Ein neuer Park, neue Dinosaurier und ein erneutes Ausbrechen

Filmkritik zu “Jurassic World”: Ein neuer Park, neue Dinosaurier und ein erneutes Ausbrechen

27. Oktober 2015 0 Von chill-mit-film.de

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Wir Fans haben darauf eine Ewigkeit gewartet, dass “Jurassic Park” einen weiteren Film bekommt. Seit dem 22. Oktober ist nun “Jurassic World” im Handel erhältlich und erzählt von dem neuen Vergnügungspark Jurassic World. Was John Hammond in “Jurassic Park” vor 22 Jahren nicht gelungen ist, wird in Jurassic World erfolgreich umgesetzt. Der neue Park ist sicher und lockt tausende Besucher. Doch die Besucher scheinen sich langsam an die ‘normalen Dinosaurier’ zu gewöhnen, was zu keinem großen Wow-Faktor der Besucher führt. Aus diesem Grund wurde in der BioTechFirma InGen (International Genetic Technologies), die zur Erforschung von Dinosauriergenen dient, in einem Labor ein genetisch veränderter Dinosaurier geschaffen, der mit dem Namen Indominus Rex getauft wurde. Doch seine Boshaftigkeit und seine Unberechenbarkeit ist ein Risiko für den Jurassic World. Schon bald sorgt der Ausbruch des Dinosauriers für Chaos und Panik. Für Owen und Claire beginnt ein Kampf um Leben und Tod.

Regisseur des “Jurassic World” ist Colin Trevorrow, während Chris Pratt und Bryce Dallas Howard in den Hauptrollen agieren.

Nach so vielen Jahren der Stille um einen neuen Jurassic Park-Film, ist es umso verständlicher, dass viele Zuschauer Steven Spielbergs “Jurassic Park” als Vergleich zu “Jurassic World” nehmen. Im Vorfeld wurde schon oft kritisiert, dass “Jurassic World” zu stark mit dem CGI herumspielt und somit der gesamte Film nicht ‘echt’ wirkt. Außerdem wird auch kein genetisch erschaffener Dinosaurier bei den “Jurassic Park”-Fans positiv aufgenommen, bis hin zur Dinosaurier-Dressur.

Letztendlich waren meine Erwartungen bei “Jurassic World” nicht ganz so hoch – und doch wurde ich positiv überrascht. Selbstverständlich sieht man, dass es sich um CGI-Dinosaurier handelt, jedoch befindet sich das Computer-Generated Imagery in einem herausragenden Grad, was zur Bestaunung der Dinosaurier führt.

Doch einige Kritikpunkte, die schon oft auf den Tisch gelegt wurden, stimme ich so zu. Ein genetisch veränderter Dinosaurier, ein glattgebügelter Held der auch Velociraptoren dressieren kann, eine taffe Frau, die mit High-Heels durch den gesamten Film rennt und die zu schlichte Story machen diesen Film nicht zu einem Meisterwerk.

Auch die Besetzung lässt zu wünschen übrig. So ist meiner Hinsicht Chris Pratt weder miserabel noch herausragend. Zudem scheint es mir so, als hätte man Chris Pratts Figur aus “Guardians of the Galaxy” per copy und paste einfach in “Jurassic World” eingefügt. Da erinnere ich mich gerne an James Camerons “Avatar – Aufbruch nach Pandora”, in dem auch Sam Worthington stark ersetzbar wirkte. Umso mehr fiel mir Ty Simpkins in “Jurassic World” auf, der schon immer ein Goldjunge war und dies auch in “Jurassic World” ist.

All die Kritik klingt natürlich erstmal sehr abschreckend. Doch kann ich auch nicht leugnen, dass es einen Gänshaut-Moment gab, als die Tore von Jurassic World sich öffneten und anschließend der altbekannte “Jurassic Park”-Soundtrack von John Williams eingespielt wurde. Die kleine Einführung in den Park und dessen Attraktionen als Zuschauer mitzuverfolgen ist wie ein sehr langer Trailer einer Europa Park-Neueröffnung und macht demzufolge einfach Spaß. Insgesamt hat “Jurassic World” einen starken nostalgischen Wert. So kann man doch recht einfach über die einfach gestrickten Figuren und der schlichten Story hinwegsehen, und sich dem Effekt-Bombast hingeben. Wenn ich da an “The Avengers” denke, kommt mir “Jurassic World” doch gleich viel einfallsreicher, kreativer und anspruchsvoller daher.

“Jurassic World” ist qualitativ nicht auf der Höhe wie Steven Spielbergs “Jurassic Park”, funktioniert aber als Popcorn-Kino mit großartigem CGI wunderbar – auch wenn natürlich hervorstechende Charaktere wie Sam Neill, Jeff Goldblum, Laura Dern oder der legendäre Richard Attenborough fehlen.

Chill-mit-Film.de Rating:

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8/10 “Ein Effekt-Bombast und Popcorn-Kino für die Augen, und eine nostalgische Heimkehr in den Jurassic.” – chill-mit-film.de