Filmkritik zu “Good Time”: Robert Pattinsons Odyssee durch die Unterwelt New Yorks

Good Time, Ascot Elite Home Entertainment

Good Time, Ascot Elite Home Entertainment

Für Robert Pattinson sollte das Twilight-Image schon lange kein Thema mehr sein. So ist er als durchaus ernstzunehmender Schauspieler in seinen Rollen zu sehen, wie auch im aktuellen Thrillerdrama “Good Time” (ab morgen als Blu-ray und DVD im Handel).

Zur Story: Als nach einem verbockten Banküberfall sein kleiner Bruder im Knast landet, beginnt für Constantine Nikas (Robert Pattinson) eine schier endlose Odyssee durch die Unterwelt New Yorks. Das Ziel, seinen Bruder aus dem Gefängnis zu holen, wird zusehends aussichtsloser – und gefährlicher. Im Verlaufe der adrenalingeladenen Nacht gerät Constantine immer tiefer in eine irrwitzige Spirale aus Gewalt und Chaos. Im Wettlauf gegen die Zeit wird ihm je länger je mehr bewusst, dass ihrer beiden Leben auf der Kippe stehen.

Regie führten die Brüder Josh und Benny Safdie, die sich bereits mit dem Drama “Heaven Knows What” aufmerksam machten.

“Good Time” kommt nicht als üblicher Thriller-Einheitsbrei daher und sticht mit seinem eigenen Stil hervor. Denn ruhig beginnt dieser Film nur kurz und transformiert sich schnell zu einer Achterbahn. Der Zuschauer findet allerdings schnell Zugang in diesen adrenalingeladenen wie atemlosen Trip. Mit Neonfarben und einem stimmigen Synth-Pop-Score im Stile der 1980er Jahre sowie ohne Hochglanzpolitur der großen Big Budget Thriller überzeugt “Good Time” genau mit diesen Eigenschaften. Hinzu kommt ein fabelhaft spielender Robert Pattinson, der den Wert zeigt, wie wichtig interessant aufgebaute Figuren sind, die es so in unserer Welt geben kann. Keine Glattbügelei, keine extra coolen Merkmale – und ohne sofort mit der Overacting-Keule zu schwingen. Kaum war ein Thriller ehrlicher und realistischer.

Eine ‘gute Zeit’ wollen wir alle. Doch ist das Leben chaotisch und bringt uns nicht immer zum geplanten Ziel, und so fühlt sich die Sanftheit und die Ruhe nach all der Panik schon fast fremd an, wie es uns der Film demonstriert.

Chill-mit-Film.de Rating:

8/10 – “Eine fokussierte Erzählung eines Verbrechens, bei dem die Figuren zum spannenden Mittelpunkt werden. All das in einem neondurchtränkten Stil mit tiefen Nachtfarben, einem gut platzierten Synth-Pop sowie mit einem fähigen Robert Pattinson. “Good Time” wird nicht künstlich aufpoliert und zeigt sich als ein ehrliches Drama à la ‘Moonlight’.” – chill-mit-film.de

Über den Autor


Hallo, ich bin ein Blogger seit 2011 und habe schon vieles geschrieben. Doch meine größte Leidenschaft sind Filme. Deshalb darf ich euch auf meinem Hauptblog willkommen heißen!