Filmkritik zu “Die Entführung von Bus 657”: Jeffrey Dean Morgan bestiehlt Robert De Niro

Filmkritik zu “Die Entführung von Bus 657”: Jeffrey Dean Morgan bestiehlt Robert De Niro

24. Dezember 2015 0 Von chill-mit-film.de

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Regisseur Scott Mann, der mit seinem Action-Thriller “The Tournament” aus dem Jahr 2009 für Aufsehen gesorgt hat, präsentiert nach sechs Jahren seinen nächsten Film mit dem Titel “Die Entführung von Bus 657” (DVD/Blu-ray Verkaufsstart: 29. Dezember 2015).

In “Bus 657” geht es um Vaughn, der schnellstmöglich 300.000 Dollar auftreiben muss, um für die lebensrettende Operation seiner Tochter zu bezahlen. Doch wie soll er in so kurzer Zeit so viel Geld aufbringen? Vaughn fragt bei seinem ehemaligen Boss Pope um das benötigte Geld. Doch dieser wirft ihn achtkantig raus. Und da ‘The Pope’ ein reicher Casinoboss ist, schließt sich Vaughn einer kleinen Gruppe an, um den Tresor des Casinos zu plündern. Da nicht viel Zeit für Vaughns Tochter bleibt, wird die Mission schnell ausgeführt, was jedoch gewaltig aus dem Ruder läuft. Letztendlich befinden sie sich in einem öffentlichen Bus, haben eine Handvoll Geiseln und das gestohlene Geld. Vaughn muss es nur noch irgendwie schaffen, dieses Geld rechtzeitig für die Operation seiner Tochter vorzulegen. Doch die gesamte Polizei ist dem Bus hinterher und auch bereit zu schießen.

Wenn im Cast Namen wie Robert De Niro, Jeffrey Dean Morgan, Dave Bautista wie auch Kate Bosworth und Gina Carano fungieren, hegt man zusätzliches Interesse zum Film.

Umso trauriger ist es dann, wenn solch ein Film in vielen Aspekten scheitert. So wirkt “Bus 657” wie ein Remake von bereits etlichen gesehenen Actionthriller-Filmen. Der Plot ist stark vorhersehbar. Demzufolge bleibt auch die Spannung sehr bescheiden. Robert De Niro, zweifacher Oscar-Preisträger, wirkt hier schockierend ersetzbar. So staut mir die Frage, warum und weshalb er sich hier extremst limitiert präsentiert. Von schauspielerischen Glanzleistungen ist hier keine Rede. Stattdessen setzt De Niro stets die gleiche mürrische Mimik auf und spricht seinen Text ambitionslos runter.

Und wenn dies die einzigen Kritikpunkte wären, wäre der Film noch im durchschnittlichen Level. Doch da sich hier die Klischees häufen, das Drehbuch am schwächeln und das Verhalten einiger Figuren etwas fragwürdig erscheint, bewegt sich “Bus 657” auf sehr schwacher Ebene. Zudem kommen noch einige Ungereimtheiten in der Logik vor, die man jedoch aufgrund der bereits genannten Kritikpunkte erstaunlich leicht ignorieren kann. Ein paar Wendungen erscheinen zwar, jedoch fehlt mir die korrekte Aufmachung, beziehungsweise die richtige Umsetzung solcher Wendungen – sehr lieb- und lustlos hin platziert. Letztlich erscheint mir der Film wie eine Aufpolierung eines schon damals als B-Movie abgestempelten Actionthrillers. Minimale Punkte gibt es aus meiner Seite für die gutaussehende Optik.

Chill-mit-Film.de Rating:

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3/10 “ein vorhersehbarer und zu oft durchgekauter Actionthriller mit einem schwachen De Niro.” – chill-mit-film.de