Filmkritik zu “Belle & Sebastian”: Bilder-prächtiges Abenteuer zweier Freunde

Filmkritik zu “Belle & Sebastian”: Bilder-prächtiges Abenteuer zweier Freunde

10. April 2014 0 Von chill-mit-film.de
Concorde Filmverleih

Concorde Filmverleih

Am 15. April 2014 erscheint das Abenteuer “Belle & Sebastian” im deutschen Handel als Blu-ray und DVD. Der Film spielt sich in Frankreich im Zweiten Weltkrieg ab und handelt von einem Hund, der die Bewohner eines Dorfes in Aufregung versetzt. Denn dieser Hund scheint alle Schafe aufzufressen, daher wird er von allen “Die Bestie” genannt. Doch als der 6-jährige Waisenjunge Sebastian diese “Bestie” findet, freundet er sich mit ihm an. Doch da das ganze Dorf den Hund jagen und töten will, muss Sebastian zusammen mit dem Hund ein Versteck suchen. Obendrein marschieren auch die Deutschen in das Dorf ein und sorgen für Aufruhr.

Eigentlich schaffen es die Franzosen, großartige Filme zu kreieren. “Belle und Sebastian” beginnt mit wunderschönen Aufnahmen und mit einem tollen Soundtrack. Die Landschaften, Berge und all die Natur, die im Film festgehalten wird, kommt hervorragend zur Geltung. Auch die Darsteller hinterlassen Eindruck und scheinen sehr gut ausgewählt zu sein. Auf dem ersten Blick wirkt alles wie ein prächtiges Bilderbuch mit prächtig-aussehenden Figuren.

Doch leider kommt bei mir die Sympathie des kleinen Hauptdarstellers nicht an. Denn seine kindlichen Entscheidungen werden hier sehr falsch dargestellt. Denn immer präsentierte der Film die Entscheidungen des Jungen als “stetig richtig”. Der Film spielt sich im Zweiten Weltkrieg ab, die Deutschen belagern das Dorf und Hauptfigur Sebastian hat anscheinend dennoch das Sagen und kann in extrem gefährlichen Situationen machen was er will. Daher wirkt leider die Figur Sebastian nach einiger Zeit ziemlich nervig und ungezogen. Mag sein, dass er das alles machen kann und darf – doch leider wird dies, wie schon gesagt, falsch dargestellt, nämlich so, als würden all seine Entscheidungen vollkommen richtig sein.

Obendrein beinhaltet der Film “zu viele” glückliche Zufälle. Denn in dieser Welt, die im Film gezeigt wird, geht es sicherlich ernster zu. Daher wirkt dieser “Friede-Freude-alles-wird-gut”-Film etwas unglaubwürdig. Und da so viel Gutes passiert, wird die Story auch irgendwann ziemlich vorhersehbar. Außerdem weiß ich nicht, ob man 20 oder 30 Mann braucht, um einen einfachen Hund zu jagen. Daher wirkt leider auch diese Jagd nach dem Hund etwas zu übertrieben.

Zudem weiß der Film gar nicht so recht was er erzählen möchte. Im einen Moment will der Film die Geschichte über die Freundschaft zwischen dem Hund un dem Jungen erzählen und zum anderen will der Film die harte Realität im Dorf präsentieren. Diese Mixtur funktioniert in keinster Weise und dasselbige Problem ragte sich auch schon bei Steven Spielbergs “Gefährten” hervor. Bei “Belle und Sebastian” hätte ich mir einfach viel mehr Realität gewünscht, die Realität, die eben im Zweiten Weltkrieg vorhanden war. Natürlich ist “Belle und Sebastian” ein Kinderfilm, doch funktioniert die Mischunng aus “Zarter Kinderfilm in Kriegszeiten” sehr schlecht.

Doch insgesamt werden wir mit tollen Bildern belohnt, mir einem sehr schönen Soundtrack, mit toll gespielten Darstellern und mit einem Abenteuer, das vielleicht Kinderaugen beeindruckt.

Chill-mit-Film’ Rating:

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4/10 “fantastische Bilder! Doch leider sieht die Realität anders aus” – chill-mit-film.de