Filmkritik zu “Am Sonntag bist du tot”: Brendan Gleeson und der schwarze Humor

Filmkritik zu “Am Sonntag bist du tot”: Brendan Gleeson und der schwarze Humor

2. März 2015 0 Von chill-mit-film.de

[dropcap]B[/dropcap]rendan Gleeson hat momentan einen sehr guten Lauf und bringt stets hochlobende Filme raus, auch mit “Am Sonntag bist du tot” (Verkaufsstart: 24. März 2015). Der Film stammt von “The Guard – Ein Ire sieht schwarz”-Regisseur John Michael McDonagh.

“Am Sonntag bist du tot” handelt vom Dorfpriester James Lavelle (Brendan Gleeson), der stets nur Gutes und allen in jeder schweren Zeit helfen möchte. Doch eines Tages wird er von einem Geistlichen während der Beichte bedroht. Dieser will den Priester am kommenden Sonntag töten, weil James Lavelle unschuldig ist, jedoch als Stellvertreter für einen anderen katholischen Priester geradestehen muss. Bis Sonntag hat James Lavelle Zeit, um seine Probleme, wenn er denn welche hat, zu bereinigen. Doch dabei stellt er fest, dass in seinem Dorf jede Menge Hass und Streitlust existiert. Obendrein bekommt er Besuch von seiner Tochter (Kelly Reilly), die an einer Depression leidet. Nach all dem fragt sich Lavelle, ob man die Menschen von ihren Sünden wirklich heilen kann, ob der Glaube an Gott jeden Menschen verlassen hat und ob der Tod vielleicht doch eine Erlösung von all dem Leid ist…

Am Sonntag bist du tot, © ASCOT ELITE Home Entertainment GmbH

Am Sonntag bist du tot, © ASCOT ELITE Home Entertainment GmbH

Neben dem dreifachen Golden Globe-Nominee Brendan Gleeson brillieren im Cast auch Chris O’Dowd (“The Sapphires”, “Cuban Fury – Echte Männer tanzen”), Aidan Gillen (“Game of Thrones – Das Lied von Eis und Feuer”), Dylan Moran (“Shaun of the Dead”) sowie Kelly Reilly (“A Single Shot”) und Domhnall Gleeson (“Alles eine Frage der Zeit”).

“Am Sonntag bist du tot” wird zwar als eine schwarze Komödie angepriesen, präsentiert sich jedoch nur teilweise als solches Genre. Der Film beginnt mit einer tragisch-schwarzen-Komödie, die sich jedoch mit der Zeit zu einem ernsten Drama wandelt und sogar in einigen Stellen ziemlich melancholisch wirkt, mit einem Hauch von Depression, was einen beklemmenden und düsteren Eindruck hinterlässt.

Zu beachten ist auch, dass die Figuren, insbesondere die Hauptfigur James Lavelle, sehr ruhig und geduldig ist, was für den ein oder anderen mit der Zeit vielleicht zu langatmig oder sogar langweilig erscheinen mag. Doch Brendan Gleeson erweist sich auch, und vor allem in den ruhigen Momenten, als starker Darsteller, der mit seiner Grimmigkeit und zugleich mit seiner einfachen Art eine großartige Darstellung offenbart.

Für alle, die hier eine schwarze Komödie wie “The Guard – Ein Ire sieht schwarz” erwarten, werden womöglich enttäuscht sein, jedoch einen Film vorfinden, der eine teils tragische Komödie mit der Wandlung zur Melancholie aufweist und damit gut überzeugen kann.

Chill-mit-Film’ Rating:

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8/10 “Brendan Gleeson ist eine Wucht! Eine schwarze Komödie mit wachsender Melancholie.” – chill-mit-film.de