Warum Peter Jackson für „Der Hobbit“ verurteilt wird: Wieso der Film vom Buch abweicht

Eigenkreation nicht immer von Vorteil?

Am 11. April 2014 erscheint deutschlandweit „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ im Handel. Regisseur Peter Jackson, der mit seiner „Der Herr der Ringe“-Trilogie ganze 17 Oscars gewann, präsentiert mit der Vorgeschichte „Der Hobbit“ eine neue Trilogie. „Der Hobbit“ spielt 60 vor „Der Herr der Ringe“ ab und erzählt die Geschichte von Bilbo Beutlin und seinen Abenteuern. Die Geschichte basiert auf J.R.R. Tolkiens „Der Hobbit“, welches im Jahr 1937 erstmals veröffentlicht wurde. Doch viele, die die „Der Herr der Ringe“-Trilogie kennen und vergöttern, werden oftmals bei der „Der Hobbit“-Verfilmung enttäuscht. Wieso und weshalb ist nun die Frage.

Zwar ist die Welt von „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ vollkommen gleich. Die Atmosphäre, die Kulisse, die Musik und der Regisseur sind bei „Der Hobbit“ wieder vorhanden. Warum also mögen viele den Hobbit nicht?  

© 2013 Warner Bros. Pictures

© 2013 Warner Bros. Pictures

Diese Frage ist sehr umfangreich. Zum Einen hat Regisseur Peter Jackson in seiner „Der Hobbit“-Trilogie viele eigene Kreationen eingefügt, die nicht in J.R.R. Tolkiens Roman „Der Hobbit“ geschrieben waren. Und da viele Fans bereits das Buch kennen, werden sie im Film überrascht sein, da die Hobbit-Verfilmung einige neue Geschichten aufwirft. Da gäbe es den Ork Azog, der im Roman gar nicht bzw. nur ganz kurz erwähnt wurde.

Ebenfalls neu in der Verfilmung ist Tauriel, die im Buch gar nicht existiert. Somit ist Tauriel ein fiktiver Charakter, der von Regisseur Peter Jackson entworfen wurde. Nun stellt sich die Frage, ob die Fans diese Erneuerungen gut heißen? Wollen die Fans denn tatsächlich unbekannte und neue Figuren in der Hobbit-Verfilmung sehen? Ist Peter Jacksons Eigenkreative also nicht erwünscht?

Hierbei könnte man sich streiten, doch was spricht dagegen, wenn der Regisseur etwas Eigenes in seinem Film hinzufügt? Schließlich ist das sein Film und nun wird „Der Hobbit“ sowie auch er verurteilt, weil der Regisseur Kreativität zeigte. (?) Gerade in der heutigen Hollywood-Welt wird immer weniger Eigenkreation hervorgebracht. Es werden immer mehr Bücher verfilmt, da die Regisseure und Drehbuchautoren so langsam die Ideen ausgehen. Darüber beschwert sich die Welt!

Doch nun zeigt sich Regisseur Peter Jackson als kreativer Mensch: Er fügt neue Charaktere sowie kleine Neuerungen in seiner „Der Hobbit“-Verfilmung ein, und dennoch wird er verurteilt, da er nicht dem Buch treu geblieben ist, obwohl seine Eigenkreation die Hauptgeschichte des Buches nicht ändert. Zwar hat er eigene Ideen in seiner „Hobbit“-Verfilmung hinzugefügt, doch diese beeinflussen nicht direkt die Hauptstory des Films bzw. des Romans.

© 2013 Warner Bros. Pictures

© 2013 Warner Bros. Pictures

Seine Eigenkreation dient im Grunde lediglich dazu, „seine eigene“ Verfilmung des Romans zu präsentieren und um diese Verfilmung noch kreativer zu gestalten. Außerdem gibt es nur ein Buch von „Der Hobbit“, während „Der Herr der Ringe“ gleich drei Bücher aufweist. Doch Regisseur Peter Jackson wollte nicht nur einen Film drehen, daher entschloss er sich zwei Filme zu drehen und das Buch „Der Hobbit“ in zwei hälften zu teilen. Doch während den Dreharbeiten ist er zum Entschluss gekommen, dass er gerne drei Filme drehen möchte. Er war sich selbst bewusst, dass ein Roman für eine Triloge nicht ausreichen würde und nicht genügend Stoff dafür hat. Daher kam er zu seinen eigenen Ideen und fügte neue Charaktere hinzu wie auch neue Nebengeschichten.

Peter Jackson möchte im Grunde nur noch länger in Mittelerde verweilen, auch wenn er dafür etwas Neues hinzufügen muss. Einige sagen, dass dies nur Geldmacherei sei. Doch ist „Der Hobbit“ tatsächlich so schlecht wegen einigen Neuerungen? Dies ist möglicherweise nur ein Grund von vielen.

Nun will ich von euch wissen, was euch tatsächlich an „Der Hobbit“ stört und warum „Der Hobbit nicht „Der Herr der Ringe“ ist!?

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Hallo, ich bin ein Blogger seit 2011 und habe schon vieles geschrieben. Doch meine größte Leidenschaft sind Filme. Deshalb darf ich euch auf meinem Hauptblog willkommen heißen!