Filmkritik zu „The Borderlands“: Angst und Schrecken in der Kirche

Pandastorm Pictures

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Ein mysteriöser Vorfall bei einer Taufe in einer alten und abgelegenen Kirche in der englischen Provinz sorgt für Angst in der Gemeinde. Daraufhin heuert der Vatikan ein Ermittlerteam an, das den Zwischenfall um die unglückliche Taufe nachgehen soll. Zu Beginn glaubt das Team, dass es sich um ein Fake handelt, um Aufsehen zu erregen. Doch von Zeit zu Zeit geschehen stetig mehr paranormale Aktivitäten, die sich nicht erklären lassen…

„The Borderlands“ erscheint am 15. April 2014 als Blu-ray und DVD im deutschen Handel.

Ein Found Footage-Horror bei dem der Teufel wieder eine Rolle spielt ist wahrhaftig nichts Neues. Doch diese Art von Filme werden in Zukunft weiterhin erscheinen. Nun liegt es an die Macher, diese Filme gut umzusetzen. Denn eine gute Umsetzung kann schnell ein guter Film bedeuten – egal wie oft die Story schon erzählt wurde. „The Borderlands“ präsentiert glücklicherweise einen qualitativ hochwertigen Found-Footage-Horror.

Viele andere Found-Footage-Horrorfilme zeigen sich mit Hauptcharaktere, die extrem nervig sind, einfach zu viel schreien, debile Dialoge von sich geben und schon in den ersten 5 Minuten unerträglich sind. Ganz anders ist es bei „The Borderlands“. Die Hauptdarsteller sind mir zu Beginn sehr sympathisch und vor allem interessant. Die Dialoge sind informativ, da sie auch über andere paranormale Ereignisse sowie über die Fakes sprechen, somit beim Thema bleiben und obendrein etwas Spannendes von sich geben.

Letztlich sind die Charaktere wie auch die Schauspieler in „The Borderlands“ viel reifer und glaubwürdiger als die üblichen Teenager-Stars, die größtenteils mit ihrer Anwesenheit nerven. Daher ist der Hauptdarsteller, der vielleicht wichtigste Kern in einem Found-Footage-Horrorfilm. Die Dämonen und Schockeffekte können extrem gut sein. Wenn jedoch die Hauptdarsteller den gesamten Film mit ihrer Anwesenheit vernichten, dann sind auch die Dämonen überflüssig.

Doch dies trifft bei „The Borderlands“ nicht zu, da die Darsteller gut ausgewählt wurden und den Film auch mit ihrer Anwesenheit unterhalten. Außerdem haben viele Found-Footage-Horrorfilme eine extrem wackelige Kamera, die einfach nervig ist. Ganz anders ist es bei „The Borderlands“. Hier haben wir sehr scharfe Kameras, die ruhig sind. Somit tretet das ständige Wackeln nicht auf.

Die Atmosphäre des Films ist sehr gelungen: Die hellen sonnigen Tagen wirken sehr lukrativ, während die Nacht in der verlassenen Kirche oftmals sehr schaurig und gruselig wirkt. Das Mysteriöse und Unbekannte sorgt für eine gelungene Angst beim Zuschauer. Die Angst des Zuschauers entsteht womöglich größtenteils in der finsteren Kirche, die eine grauen-finstere Atmosphäre von sich gibt.

„The Borderlands“ unterhält den Zuschauer mit wenigen Schockmomenten, dafür weiß der Film wie man Angst aufbaut und diese auf den Zuschauer überträgt. Gerade auch zum Ende des Films entwickelt sich eine Furcht, die den Zuschauer am Kragen packt und mitnimmt. „The Borderlands“ lässt den Zuschauer mit einigen offenen Fragen zurück, Fragen über die der Zuschauer selbst nach dem Film nachdenkt und das mulmige Gefühl noch einige Zeit mit sich trägt.

Chill-mit-Film‘ Rating:

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7/10 „die kriechende Angst packt den Zuschauer am Kragen“ – chill-mit-film.de

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Hallo, ich bin ein Blogger seit 2011 und habe schon vieles geschrieben. Doch meine größte Leidenschaft sind Filme. Deshalb darf ich euch auf meinem Hauptblog willkommen heißen!