Review zur neuen rabenschwarzen Komödie „Gringo“ mit Golden Globe-Nominee David Oyelowo

Gringo, © TOBIS Film

Gringo, © TOBIS Film

Neben seinen zahlreichen Regieführungen bei Musikvideos, ist Nash Edgerton auch bekannt als Stuntman und Schauspieler. Seinen ersten Spielfilm schuf er im Jahr 2008 mit dem Crime-Drama „The Square – Ein tödlicher Plan“. Rund zehn Jahre später präsentiert er seinen neuen Film „Gringo“, der am 5. April 2018 in den deutschen Kinos starten wird. Unter anderem in der Hauptrolle sein Bruder Joel Edgerton, der bereits im Drama „Loving“ mit dem Golden Globe nominiert wurde.

Zur Story: Eben noch war Harold Soyinka (David Oyelowo) ein unbescholtener US-Bürger mit glücklichem Privatleben und gutem Job in der Pharmaindustrie. Doch als er während eines Businesstrips nach Mexiko erfährt, dass seine Bosse Richard (Joel Edgerton) und Elaine (Charlize Theron) einen intriganten Coup planen und seine Frau Bonnie (Thandie Newton) ihn betrügt, hat er schlagartig nichts mehr zu verlieren. Harold inszeniert seine eigene Entführung und fordert ein hohes Lösegeld. Der vermeintlich geniale Plan geht allerdings mächtig nach hinten los, denn Harold ist, ohne es zu wissen, tief in schmutzige Deals verstrickt. Plötzlich macht alle Welt Jagd auf den Gringo: das mexikanische Drogenkartell, ein gnadenloser Ex-Söldner, schließlich sogar die US-Drogenfahndung. Harold wird viel Glück brauchen, um diesem Schlamassel lebend zu entkommen…

Neben Joel Edgerton spielen in den Hauptrollen auch David Oyelowo („Selma“) und Charlize Theron („Atomic Blonde“, „Mad Max: Fury Road“). Bekannt zeigt sich auch der restliche Cast mit Thandie Newton („Westworld“), Amanda Seyfried („Les Misérables“, „Mamma Mia!“), Harry Treadaway („Penny Dreadful“), Melonie Diaz („Das Belko Experiment“, „Nächster Halt: Fruitvale Station“), Paris Jackson („Star“) und Sharlto Copley („District 9“, „Elysium“).

Das Drehbuch schrieb Matthew Stone („Lebenslänglich“) zusammen mit Anthony Tambakis („Warrior“).

Gringo, © TOBIS Film

Gringo, © TOBIS Film

„Gringo“ ist eine schwarze Komödie, die Action sowie auch dramatische Intrigen im Kessel hat. Hier und dort erkannte ich leichte Ähnlichkeiten mit „Hangover“ oder mit der Netflix-Komödie „Special Correspondents“, auch wenn diese Filme inhaltlich nicht ganz mit „Gringo“ übereinstimmen.

So interessant der Cast auch aussehen mag, letztendlich fehlte dem Film das Wichtigste, nämlich der funktionierende Humor. Es ist, denke ich, um einiges schwieriger eine Komödie zu rezensieren als ein Drama. Da schließlich jeder einen anderen Humor hat, sind Komödien ein Fall für sich.

Dennoch weist „Gringo“ keine großartigen Ideen auf. Obendrein fragte man sich, warum manche Figuren in diesem Film überhaupt existiert haben – Stichwort: Amanda Seyfried und Harry Treadaway. Während Charlize Theron einzig auf ihr Dekolleté reduziert wurde.

Auch Hauptdarsteller David Oyelowo wirkte wie eine Fehlbesetzung, bei einem Film, bei dem scheinbar ein Kevin Hart vorgesehen war, aber man letztendlich David Oyelowo mit allen Mitteln in diese Rolle zwängte.

Chill-mit-Film.de Rating:

5/10 „“Gringo“ ist eine merkwürdige Konstellation aus verschiedenen Filmen mit bereits zahlreichen bekannten Klischees. Der Witz treibt ruhig auf dem Wasser, geht nie unter, schlägt aber auch nie Wellen. Die Charaktere wirken oft blass und eintönig. Dennoch ist der Film auf Trab und ist somit stets in Bewegung, mit glaubhafter Kulisse. Leider sind knapp zwei Stunden Filmlaufzeit einfach zu lang. Eine knackige 90-Minuten-Version mit weniger sinnbefreiten Figuren wäre womöglich unterhaltsamer gewesen – auch wenn noch immer kein Must-See-Film in diesem Genre.“ – chill-mit-film.de

 

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