Filmkritik zu „Mauern der Gewalt“: Jack O’Connells Entwicklung zum großen Star

Regisseur David Mackenzie kennt sich mit Gefühlen und Emotionen aus. Dies zeigte er bereits in dem sehr stillen Drama „Perfect Sense“ mit Ewan McGregor in der Hauptrolle. In David Mackenzies neuem Film „Mauern der Gewalt“ (Verkaufsstart: 28. Oktober 2014) zeigt er ein Gefängnis-Drama bei dem es um den minderjährigen Eric handelt. Dieser ist ein aggressiver Krimineller, der vom Jugendknast ins Erwachsenen-Gefängnis verlegt wird. Eric weiß, wie die Tricks laufen und wie er Angst verbreiten kann. Ständig gerät er mit seiner Gewalt in den Konflikt mit den Gefängnis-Wärtern und macht das Leben der anderen sowie auch seines schwer.

In der Hauptrolle des Gefängnis-Drama brilliert Jack O’Connell, der schon jetzt als neuer Star im Hollywood-Himmel gefeiert wird. Und das absolut verständlich! Jack O’Connell machte sich in „This Is England“ und in „Eden Lake“ aufmerksam. Heute ist er in „300: Rise of an Empire“ zu sehen, sowie demnächst in Angelina Jolies Kriegsdrama „Unbroken„.

Jack O’Connell zeigt in „Mauern der Gewalt“ eine grandiose schauspielerische Leistung. Die Gewalt und die Wut meistert er mit Bravour. Jack O’Connell brilliert mit physischer Darstellung und gewinnt in allen Momenten die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers. Zurecht, dass er eine blühende Schauspieler-Zukunft vor sich hat.

Mauern der Gewalt, © ASCOT ELITE Home Entertainment GmbH

Mauern der Gewalt, © ASCOT ELITE Home Entertainment GmbH

„Mauern der Gewalt“ zeigt neben einem begabten Hauptdarsteller auch ein tolles Porträt eines solchen Gefängnisses. Denn die Härte und die Gewalt im Film ist sehr aktuell, was den Film immens realistisch wirken lässt. Sobald die Gewalt ausbricht, schleicht sich die Angst um den Hals des Zuschauers, was zu einer packenden Spannung führt.

Die Mischung mit Gewalt, Angst und mit den Gefühlen wurde bemerkenswert gut dargestellt. „Mauern der Gewalt“ zeigt hauptsächlich das Leben des 19-jährigen Eric, der sich selbst zerstören oder sich selbst helfen kann. Diese Balance ist es, was diesen Film so spannend macht und vor allem dank dem Hauptdarsteller Jack O’Connell so authentisch wirkt.

„Mauern der Gewalt“ bietet alles und zeigt alles, was ein Gefängnis-Drama braucht. Dennoch hätte man vielleicht einiges besser machen können. So ist z. B. der Schluss des Films aus meiner Sicht etwas trocken und unvollendet, da ich mir als Zuschauer nach gelungenen 100 Minuten ein etwas Abgerundetes Ende gewünscht hätte.

Einige werden sich auch fragen, warum die Zuschauer einen jungen Mann sehen wollen, der hasserfüllt und gewalttätig ist? Warum soll ich Mitgefühl mit diesem Mensch haben? Grob genommen zeigt „Mauern der Gewalt“ eine Gewaltverherrlichung mit einer brutalen Hauptfigur. Man könnte natürlich diesen Film so wahrnehmen, wie eben beschrieben. Man könnte jedoch auch die Realität dahinter wahrnehmen, die der Film breit präsentieren will. Natürlich beinhaltet der Film Gewalt. Doch Gewalt zerstört uns alle, und das ist auch die Botschaft des Films. Ob sich nun die Hauptfigur aus der Gewaltszene entfesseln kann, ist eine andere Geschichte.

Zwar ist der Film auch etwas entfernt vom Begriff „Meisterwerk“, aber gewiss eine Leiter für Jack O’Connells glänzende Zukunft!

Chill-mit-Film‘ Rating:

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7/10 „Brutal und glaubwürdig inszeniert. Zudem wurde mit Jack O’Connell ein neuer Star gefunden!“ – chill-mit-film.de

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