Gedankenspiel: Wie sähe ein Found-Footage-Horrorfilm mit Staraufgebot aus?

Wie würden sich Tom Cruise, Hugh Jackman oder DiCaprio in einem Found-Footage schlagen?

Heute berichte ich euch von meinem derzeitigen Gedankenspiel. Found-Footage-Horrorfilme gibt es bereits Etliche. Jedes Jahr erscheinen zahlreiche FF-Filme, während jedes immer weniger Aufmerksamkeit bekommt. Die meisten Found Footage-Filme handeln von unschuldigen Menschen, die die Bekanntschaft mit einem Dämon machen. Es passieren ungewöhnliche, paranormale Dinge und das bereits in so gut wie in jedem zweiten Found Footage-Film.

Wackelige Kameras mit etwas Grusel-Atmosphäre und schon hat man einen Found-Footage-Film gebastelt. Nun gut, das mag etwas zu einfach von mir dargestellt zu sein. Doch sind Found Footage-Filme tatsächlich einfacher zu drehen, als ein gewöhnlicher Film mit einem großen Kamerateam.

Paranormal Activity 4 (Blu-ray), © Paramount Pictures

Paranormal Activity 4 (Blu-ray), © Paramount Pictures

Denn in einem FF-Film muss meistens nur einer die Kamera halten und somit spart man in solchen Filmen eine Menge Mitarbeiter. Natürlich gibt es auch Found Footage-Filme, die einen langhaltigen Eindruck hinterlassen haben, wie zum Beispiel „Blair Witch Project“, „Paranormal Activity“, „Grave Encounters“, „Rec“ und nur eine handvoll weitere Found-Footage-Filme, die wirklich überzeugten. Doch nicht alle kommen auf den Geschmack dieser Filme. Viele finden Found Footage-Filme wegen den wackeligen Handkameras nervig oder fühlen sich von solchen Filmen ganz und gar nicht gegruselt. Andere wiederum erschrecken sich zu Tode.

Da sich die Found-Footage-Filmwelt kaum weiterentwickelt und wir stetig irgendwelche Menschen sehen, die von Dämonen besessen sind oder von denen gejagt werden, frage ich mich wie es wäre, wenn ein Found Footage-Film mit einem Big-Budget gedreht wird. Die meisten Found Footage-Werke kosten oftmals unter 1 Million Dollar. „Paranormal Activity“ kostete nur 15.000 Dollar und spielte weltweit unglaubliche 193 Millionen Dollar ein. Dass diese Filme kein großes Budget brauchen, ist auch der Grund warum wir in solchen Filmen nie ein bekanntes Gesicht sehen. Alle dortigen Schauspieler sind vollkommen unbekannt, bis auf winzige Ausnahmen, wie zum Beispiel in „Devil’s Due – Teufelsbrut„. Dort spielen bekannte Gesichter wie Zach Gilford (The Purge: Anarchy), Allison Miller (Terra Nova) und Sam Anderson (Lost) mit.

Doch würde sich jemals ein Tom Cruise für solch ein Found Footage-Film anbieten? Generell ist es schwer, die ganz großen Stars für Horrorfilme anzuheuern, da das Budget bei jedem Horrorfilm nicht so groß ist wie ein Spielberg- oder Peter Jackson-Film. Wenn man bedenkt, dass ein Adam Sandler locker 40 Millionen Gage bei einem seiner Filme kassiert und ein Film wie „Paranormal Activity“ nur 15.000 Dollar kostete, dann würde sich Adam Sandler bei dieser winzigen Summe sicherlich nicht mal am Set blicken lassen.

Genau aus diesem Grund werden wahrscheinlich nie die ganz großen Hollywood-Stars in einem Found-Footage-Film mitwirken, da das Budget der Filme viel zu gering ist. Doch wenn ein Studio sich dazu entscheidet, ein Found-Footage-Horrorfilm auf die Beine zu stellen, der mit einem 150 Millionen Dollar-Budget ausgestattet ist und es möglich wäre die ganz großen Stars für solch ein Film anzuheuern – wie würde dann solch ein Big-Budget-Found-Footage-Film aussehen?

Natürlich besteht die Gefahr, dass dieser Film einen üblen Flop hinterlässt, doch wäre ein Big-Budget-FF-Film mit dem Cast aus Hollywood sicherlich eine kleine Revolution im Found-Footage-Genre und würde vielleicht auch viele neugierige Zuschauer gewinnen.

Ob solch ein Film gut wird oder nicht, kann ich nicht sagen. Aber sicherlich wäre es mehr als nur interessant, wenn sich solch ein Film zusammenstellt und sich als teuerster und aufwändigster Found-Footage-Film nennen darf.

Paranormal Activity: Die Gezeichneten - Extended Cut (Blu-ray), © Paramount Pictures

Paranormal Activity: Die Gezeichneten – Extended Cut (Blu-ray), © Paramount Pictures

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