Filmkritik zu „Voice from the Stone“: Emilia Clarke als Kindermädchen im neuen Mystery

Voice from the Stone: Ruf aus dem Jenseits, © Ascot Elite Home Entertainment

Voice from the Stone: Ruf aus dem Jenseits, © Ascot Elite Home Entertainment

Im Jahr 1950 begibt sich ein Kindermädchen namens Verena zu einem imposanten Landhaus, das in den nebligen toskanischen Hügeln hervorragt. Dort soll sie die neue Stelle antreten und sich um einen Jungen namens Jacob kümmern. Dieser ist nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter äußerlich emotionslos und stumm. Auch sein Vater Klaus findet kein Mittel dagegen. Verena soll dafür sorgen, dass es Jacob wieder gut geht, ihm das Lachen und die Freude zurückbringen. Doch die uralten Gemäuer sind geprägt von Erinnerungen und finsteren Geheimnissen…

Die Story zum neuen Film „Voice from the Stone“ (DVD/Blu-ray Verkaufsstart: 30. Juni 2017), basierend auf den Roman „La voce della pietra“ von Silvio Raffo, ist eine klassische Schauergeschichte und gleichzeitig eine Gothic-Romance. Emilia Clarke, jedem bekannt aus „Game of Thrones“, spielt hier die Hauptrolle, umgeben von einer authentischen Kulisse in Rom und einer greifbaren nebligen Atmosphäre.

Doch punktet der Film lediglich bei der Optik. Inhaltlich beim besten Willen keine Neuheit, einige Stellen vorhersehbar. Insgesamt gleicht der Film einer Seifenoper, so abwertend das auch klingen mag. Schauspielerisch ist jeder ersetzbar. Die Figur Verena wirkt sehr linear und durchschaubar – da kann auch eine Emilia Clarke nichts daran ändern. Marton Csokas als trauernder, verzweifelter wie einsamer Vater Klaus, und niemand Anderes als Emilia Clarke kommt ins Spiel. Man muss kein Hellseher sein, was danach folgt.

Voice from the Stone: Ruf aus dem Jenseits, © Ascot Elite Home Entertainment

Voice from the Stone: Ruf aus dem Jenseits, © Ascot Elite Home Entertainment

Die eigentliche Schauergeschichte, worum es eigentlich geht, wird nebenbei erzählt, was nicht sehr tragisch ist, da die Story, wie bereits erwähnt, nichts Neues bietet. „Voice from the Stone“ ist ein ruhiger und langsam angehender Film. Da der Film im Grunde gar kein Horrorfilm ist, sondern vielmehr ein softer atmosphärischer Mystery mit einer Romance obendrauf, tauchen auch keine Jump-Scare-Effekte oder sonstige Schockmomente auf. Wer also das große Gruseln wie in „The Others“ mit Nicole Kidman oder einen ähnlichen Film wie „The Awakening“ mit Rebecca Hall erwartet, wird enttäuscht werden.

„Voice from the Stone“ ist ein sanfter, langsamer, fast schon harmloser Film mit schöner Kulisse und guter Atmosphäre. Ob eine Emilia Clarke oder eine unbekannte Newcomerin hätte keinen Unterschied gemacht, da die völlig monoton wirkende Figur, so scheint es, einfach nicht flexibler spielbar ist. Die Story wirkt wie schon etliche Male woanders gesehen und gelesen. Und eigentlich möchte ich diesen Film auch gar nicht schlecht-reden. Es ist der perfekte Beispiel für eine mittelmäßige Mystery-Romance, den man sich bei einem Regentag anschauen kann.

Chill-mit-Film.de Rating:

5/10 „Eine Seifenoper gekleidet in Mystery und Romance mit wunderschöner Kulisse. Leider spannungsarm, vorhersehbar und mit eindimensionalen Figuren.“ – Chill-mit-Film.de

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