Filmkritik zu „The Void“: Ein klassischer und doch moderner Abstieg in die blutige Hölle

The Void, © Ascot Elite Home Entertainment

The Void, © Ascot Elite Home Entertainment

In den letzten Jahren fehlte es mir etwas an Einfallsreichtum bei einigen Horrorfilmen. Oft sind es dieselben unsichtbaren polternden Dämonen mit oft denselben Absichten. Oft funktionieren diese Geschichten sehr gut, oft wirkt es auch durchgekaut. Etwas Neues muss her. Filme wie „It Follows„, „The Witch„, „Der Babadook„, von mir aus auch „The Invitation“ oder der leider völlig unbeachtete „Spring – Love is a Monster“ präsentierten sich als Horrorfilme in einem neuen Gewand, zumindest aus meiner Sicht.

So nun auch „The Void“ (DVD/Blu-ray Verkaufsstart: 19. Mai 2017) von Jeremy Gillespie und Steven Kostanski. Bereits der Trailer hatte mich aufmerksam gemacht. Zur Story: Ein Sheriff findet während seiner Routinepatrouille einen von Blut überströmten jungen Mann. In einem naheliegenden Krankenhaus angekommen, muss der Gesetzeshüter jedoch feststellen, dass kaum Personal und wenige Patienten im Krankenhaus zu finden sind. Neben dieser merkwürdigen Erkenntnis wird der Polizist Zeuge von schrecklichen Dingen: ein Todeskult, die vor dem Krankenhaus lauern; und ein Tor zur Hölle, das sich in fühlbarer Nähe befindet. Der einzige Weg hinaus aus diesem Albtraum, so scheint es, führt durch die unterirdischen Tiefen des Krankenhauses…

Neuartig mag der Plot nicht klingen, obwohl ich dies weit innovativer finde als den üblichen unsichtbaren-im-Haus-wandelnden-Tür-knallenden-und-Bettdecke-ziehenden-Dämon. „The Void“ wirkt wie eine Hommage an die 80er-Jahre Horrorfilme und funktioniert dabei sehr gut, verzichtet auf große CGI Effekte und zeigt sich stattdessen mit großartigem Make-Up und Creature-Effekten – denn nichts tötet den Grusel und die Spannung schneller als ein schlecht aussehender Pixel-Dämon a la „Paranormal Activity: Ghost Dimension“.

Das Drehbuch sowie die Schauspieler mögen zwar keine großen Awards abräumen, funktionieren jedoch so gut es geht, dafür zeigt sich „The Void“ optisch umso besser und zeugt von Suspense und Gore-Elementen.

Letztendlich fühlt sich dieser altmodische Horrorfilm im heutigen Mainstream-Horror wie eine Neuheit an und die sich ausbreitende Hölle fühlt sich gleich viel realer und greifbarer, dank den handgemachten Effekten und der funktionierenden düsteren, beklemmenden und Unheil verkündenden Atmosphäre.

Chill-mit-Film.de Rating:

8/10 „Ein Horrorfilm im Stil der 80er und doch eine moderne Erfrischung in der heutigen Filmwelt. Gore, eine dunkle Höllen-Atmosphäre und handgemachte Effekte machen diesen Film zu einer kleinen Perle im Horror-Genre.“ – Chill-mit-Film.de

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