Filmkritik zu „The Good Neighbor“: James Caan als mürrischer und geheimnisvoller Nachbar

The Good Neighbor, © Koch Media

The Good Neighbor, © Koch Media

Der alte mürrische Nachbar Harold Grainey ist von Geheimnissen umgeben, das glauben zumindest die beiden Teenager Ethan und Sean und erkennen die Gelegenehit ihr Filmexperiment beim alten Harold zu versuchen. Das Teenager-Duo installiert in Harolds Haus moderne Geräte, um ihn nicht nur zu beobachten, sondern auch verschiedene Vorfälle wie sich öffnende Türen oder flackernde Lampen auszulösen. Ziel der Teenager ist es, dass sich das Alltagsleben des Mannes auf irgendeine Art und Weise verändert. Denn sie haben herausgefunden, dass Menschen, die mit dem Paranormalen Erfahrung gemacht haben, ihr Lebensstil verändert haben. Genau dies wollten sie auch beim geheimnisvollen Harold Grainey schaffen. Doch reagiert Harold auf deren Streiche anders als erhofft. Und so stellen sich schon bald die Teenager die Frage, welches dunkle Geheimnis Harold in seinem Haus verborgen hält?

So die Story des neuen Thrillers „The Good Neighbor“ (ab heute als Blu-ray und DVD im Handel). James Caan („Der Pate“) spielt hierbei den mürrischen wie geheimnisvollen Harold Grainey. Das Teenager-Duo wird von Logan Miller („The Walking Dead“, „Scouts vs. Zombies – Handbuch zur Zombie-Apokalypse“) und Keir Gilchrist („Atypical“, „It Follows“) gespielt.

Der geheimnisvolle Nachbar. Eine Story, die immer wieder interessant klingt. Und ein solcher Nachbar kann die tiefsten, spannendsten und mysteriösesten Geheimnisse haben, wie ich es bereits in Danny Kings „Das Haus der Monster“ erfuhr.

Auch „The Good Neighbor“ baut eine Spannung auf, bei der man mehr erfahren möchte. Darstellerisch gibt es wenig auszusetzen, selbst wenn jeder irgendwie ersetzbar wirkte, auch der große James Caan. So waren es dann doch die wenigstens bekannten Gesichter im Cast, die dem Ganzen etwas mehr Qualität einhauchte.

Und damit wir ein paar bekannte Gesichter benötigen, damit dieser Film mehr optische Qualität erhält, ist das kein gutes Zeichen. Tatsächlich ist „The Good Neighbor“ ein spannungsarmer Versuch, den Großteil des Films mit „Paranormal Activity“-Effekten zu unterhalten, was heute kaum noch gruseln sollte. Immerhin gibt es ja noch den geheimnisvollen Harold Grainey. Vielleicht kann er ja noch das große Spektakel auslösen. Und tatäschlich möchte man auch mehr über den alten Mann erfahren. Das Endergebnis ist jedoch recht unspektakulär. Auch wenn das Ende doch überrascht, bleibt im Nacken ein unbefriedigendes Gefühl. Man hätte mehr erwartet – nicht, weil man vor dem Film andere Erwartungen hatte, sondern weil der Film den Zuschauer in dem Glauben ließ, dass am Ende noch ein großer Knall kommt. Letztendlich bewegte sich dieser Thriller im „Tatort“-Niveau.

Es wäre ein guter Stoff für einen Horror-Trip. Stattdessen erleben wir mit „The Good Neighbor“ ein Drama, das jedoch nicht überzeugen mag.

Chill-mit-Film.de Rating:

4/10 „Erinnert an eine rohe und schüchterne „Don’t Breathe“-Vorlage. Eine mäßige Kost an Thriller und Spannung, das Finale mehr enttäuschend als überraschend.“ – Chill-mit-Film.de

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