Filmkritik zu „The Autopsy of Jane Doe“: Ein grausamer Fund für Pathologen Brian Cox und Emile Hirsch

The Autopsy of Jane Doe, © UNIVERSUM FILM GMBH

The Autopsy of Jane Doe, © UNIVERSUM FILM GMBH

Der Regisseur von „Troll Hunter“ präsentiert mit „The Autopsy of Jane Doe“ (ab morgen als Blu-ray und DVD im Handel) seinen neuen Horrorfilm. Die Handlung beginnt in einem unterirdischen Leichenkeller. Dort bindet der langjährige Gerichtsmediziner Tommy noch immer eine Klingel an die Zehen der Toten, die in seinem Leichenkeller untergebracht werden. So hörte man, ob sogenannte Scheintote wiedererwachen. Tommy und sein Sohn Austin sind Pathologen und sollen bis zum Morgengrauen die Todesursache einer namenlosen Frauenleiche klären, die unter geheimnisvollen Umständen ums Leben kam. Für Vater und Sohn bedeutet das eine ungewollte Nachtschicht. Nachdem sie der Leiche den Namen Jane Doe gegeben haben, kommen sie einem nächsten Rätsel entgegen. Denn äußerlich findet man keine Verletzungen, die zum Tod führten. Im Inneren der Leiche jedoch wartet ein grausiger Fund. Und noch ahnt niemand, dass sie bald mehr als nur die Klingel am Zeh der Leiche hören werden.

In den Hauptrollen spielen Emile Hirsch („Into the Wild“, „Lone Survivor“) und Brian Cox („Die Bourne Verschwörung“, „Troja“). Auch mit dabei sind Ophelia Lovibond („Elementary“, „Guardians of the Galaxy“), Michael McElhatton („Game of Thrones – Das Lied von Eis und Feuer“) und Olwen Catherine Kelly als Jane Doe.

The Autopsy of Jane Doe, © UNIVERSUM FILM GMBH

The Autopsy of Jane Doe, © UNIVERSUM FILM GMBH

Horrorfilme, die sich in kleinen Räumen begrenzen, bzw. nur einen kleinen Schauplatz haben, sind mir oft am liebsten, wie auch zuletzt mit „The Void“. So kann sich eine düstere und beklemmende Atmosphäre schnell verbreiten, wie es nun auch bei „The Autopsy of Jane Doe“ der Fall ist. Auch angenehm zu sehen ist es, wenn ein Horrorfilm mit guten Schauspielern unterwegs ist. Der Golden Globe-nominierte Brian Cox sowie Emile Hirsch verleihen dem Film eine gewisse Qualität. Ein Beispiel: Eine Szene im Aufzug. Mit simpler platzierter Kamera einfach gutes Schauspiel zu sehen. Leider werden in Horrorfilme gute darstellerische Leistungen oft außer Acht gelassen.

Eine Obduktion von etwas, das sich nicht oder sich nur schwer erklären lässt, erinnerte mich an einigen Stellen positiv an Rick Yanceys „Der Monstrumologe“. CGI? Keine Spur. Zumindest nichts, was ich entdecken konnte. Stattdessen serviert uns der Film handgemachte Effekte, die fast schon perfekt aussehen, wie etwa die sehr authentische wie detailgenaue Obduktion von Jane Doe – keine Cut-Scenes, keine Zensierungen. Hier wird eine Leiche geöffnet, und das sehen wir mit jeder Einzelheit.

Der Horror besteht nicht aus unzähligen Jump-Scares, sondern aus gut platzierten Schock- und Grusel-Momenten. Vielmehr legt der Film Fokus auf einen beklemmenden Suspense. Hier soll sich der Zuschauer von Minute zu Minute immer mehr gruseln, und das gelingt. Die Story erscheint mir sehr durchdacht und intelligent umgesetzt.

Chill-mit-Film.de Rating:

8/10 „“The Autopsy of Jane Doe“ kommt als kleiner Horrorfilm daher und überzeugt mit aufwendigen Kleinigkeiten und cleverer Story sowie mit einem gut spielenden Cast und mit einer von Beginn an funktionierenden Grusel-Atmosphäre.“ – chill-mit-film.de

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