Filmkritik zu „Spring – Love is a Monster“: Liebesdrama und Horror in knapper Perfektion

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„Spring – Love is a Monster“ (seit dem 8. Oktober 2015 als Blu-ray und DVD im Handel) handelt von einem jungen Amerikaner namens Evan (Lou Taylor Pucci). Nach dem Tod seiner Mutter, dem Verlust seines Jobs und wegen dem Problem mit der Polizei, sieht sich Evan gezwungen auszuwandern. Seine Reise geht nach Europa. In einem idyllischen Dorf an der italienischen Mittelmeerküste trifft er auf die geheimnisvolle Louise (Nadia Hilker). Zwischen ihnen entfacht eine leidenschaftliche Romanze. Doch Louise birgt ein düsteres Geheimnis…

Die Story macht den Anschein, nichts Neues oder Außergewöhnliches zu sein. Doch sollte man tatsächlich nicht viel vom Inhalt des Films wissen, um letztendlich diese kleine Filmperle zu genießen.

Ein ‚Film-Fan‘ oder ‚Film-Liebhaber‘ interessiert sich nicht nur für die großen Blockbuster. Er stöbert und findet Filme, die wenig Aufmerksamkeit bekommen. Man schaut sich unzählige Filme an – von Horror bis hin zur kitschigsten Komödie, von brutaler Action bis hin zu den emotionalsten Dramen. Ich, als ein solcher ‚Film-Fan‘, habe bereits unzählige Filme verschlungen. Und so ist es für solch einen nicht einfach, ein Film zu finden, der etwas Neues und Originelles verspricht.

Doch letztendlich sind es die kleineren Filme, wie „Spring – Love is a Monster“, die für Überraschungen sorgen. Diese Horror-Romanze gehört zweifelsohne zu den einzigartigsten und originellsten Horror-Filmen, die ich als leidenschaftlicher Film-Fan gesehen habe.

Hier geht es nicht um Jump-Scares oder um die typischen Horror-Momente. „Spring – Love is a Monster“ lässt sich allgemein viel Zeit – auch mit den Figuren – und zeigt sich oftmals in einer träumerischen und surrealen Atmosphäre.

Wenn der Film es schafft, nur mit dem Protagonisten Evan und dem eigentlichen Drama im Film den Zuschauer zu unterhalten, auch wenn dieser weiß, dass es sich doch eigentlich um einen Horrorfilm handelt, dann wird dieser Zuschauer von dem anscheinlich ruhigen Film schnell wach gerüttelt – auf eine positive und überraschende Art und Weise.

Ich denke, es geht u.a. um den Kontrast zwischen der Romanze und dem Horror. Denn neben dem friedlichen Dorf, den zwanglosen und spontanen sowie sympathischen Figuren und der süßen Romanze, kommt der sparsam eingeteilte Horror umso schockierender und furchteinflößender daher – und behält so die Spannung auf einem sehr hohen Niveau. Dabei verliert der Film nicht den Fokus auf die sehr gut eingeführten Figuren. Ganz im Gegenteil: Durch den Horror wirkt alles tatsächlich glaubwürdiger als so manch klischeehafte Liebesdramen.

Ein Liebesfilm, der zum Horrorfilm wird und in den passenden Momenten die Horror-Elemente zum Einsatz bringt, währenddessen sich der Zuschauer fragt, wie stark der Film noch seine Form verändern wird. Obwohl der Film diese immense Spannung aufbringt, ist er mit knapp 110 Minuten ein doch recht langer Film und ist leider stellenweise etwas zäh, was jedoch kaum an der Spannung kratzt, sich aber dennoch etwas bemerkbar macht.

Für Leute, die den ruhigen Horror mögen, und bereits Filme wie „So finster die Nacht“ oder auch „When Animals Dream“ mochten, werden mit Sicherheit in „Spring – Love is a Monster“ eine weitere Filmperle entdecken.

Chill-mit-Film.de Rating:

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8/10 „Ein Liebesdrama mit intelligentem Horror abseits vom Mainstream.“ – chill-mit-film.de

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