Filmkritik zu „Kickboxer: Vengeance“: Jean-Claude Van Damme dieses Mal als Kampflehrer

Jean-Claude Van Damme ist wohl einer der bekanntesten Actionstars der 1980- und 90er Jahre. Filme wie „Bloodsport“, „Kickboxer“, „Double Impact“ und „Universal Soldier“ gehörten damals zu den großen Actionhits.

In „Kickboxer“ handelt es um Kurt Sloane (Jean-Claude Van Damme), der Rache an Meister Tong Po üben will. Dieser prügelte Kurts Bruder Eric Sloane zum Krüppel. Dafür trainiert Kurt bei einem alten Meister, bis er schließlich bereit ist Tong Po gegenüber zu treten.

Nun erscheint am 18. November 2016 eine Fortsetzung des Klassikers auf Blu-ray und DVD, erstmals in einem Sequel wieder mit Jean-Claude Van Damme. Die Fortsetzung, die den Titel „Kickboxer: Vengeance“ trägt, kann jedoch auch als Remake durchgehen, da die Story identisch mit dem Klassiker ist: Kurt Sloane und sein Bruder Eric leben im kalifornischen Venice bei Los Angeles. Eric ist der Karate-Weltmeister und erregt schnell die Aufmerksamkeit eines zwielichtigen Promoters. Er sieht das große Geld und reist ohne zu zögern nach Thailand, wo er gegen den gnadenlosen Tong Po kämpft und getötet wird. Kurt musste diesen fürchterlichen Mord an seinen Bruder als Zuschauer mitverfolgen und schwört fortan auf Rache. Mit der Unterstützung von Erics ehemaligem Lehrer Durand versucht Kurt nun die Kunst des Thaiboxens zu meistern, um den Mörder seines Bruders, den tödlichen Kickboxer Tong Po, zu besiegen…

Kickboxer: Vengeance, © ASCOT ELITE Home Entertainment GmbH

Kickboxer: Vengeance, © ASCOT ELITE Home Entertainment GmbH

Jean-Claude Van Damme schlüpft dieses Mal jedoch nicht mehr in die Rolle des Kurt Sloane, stattdessen in die Rolle des Kampflehrers Durand. Alain Moussi („Street Fighter: Resurrection“, „Warcraft: The Beginning„) spielt dagegen den rachenehmenden Bruder Kurt Sloane. Eric Sloane wird von dem bereits leider verstorbenen Darren Shahlavi („Ip Man 2“) gespielt. Tong Po wird vom ehemaligen WWE-Champion Dave Bautista verköpert.

Martial-Arts-, allgemein Kampffilme, sind nicht deswegen da, um große Geschichten zu erzählen. Hier geht es hauptsächlich um überzeugend wirkende Fights. Die Story dient oftmals einfach nur als Mittel zum Zweck. Filme wie „The Raid“, „Ong-Bak“ oder „Kickboxer“ sind da typische Beispiele. Sie überzeugen und unterhalten mit exzellenter Kampfchoreographie.

Und nichts anderes habe ich bei „Kickboxer: Vengeance“ erwartet. Dass die Geschichte fast identisch mit dem Klassiker ist, kann man Einfallslosigkeit oder eine Hommage nennen. Wichtig dabei, wie in so gut wie allen Martial-Arts Filmen, sind die Kämpfe. Und hier legt der Film den meisten Fokus. Zudem bin ich froh, dass hier echte Kämpfer und Stuntmänner vor die Kamera gestellt werden. Menschen, die in Sachen Kampfkunst Experten sind. Es müssen keine Oscar-Preisträger sein, es muss nicht einmal ein preisgekröntes Drehbuch sein. Wenn die Kampfchoreographie überzeugt, die Kämpfe ohne die vielen lästigen Cuts auskommen, jeder Treffer auch wie echte Treffer aussehen, dann macht solch ein Martial-Arts Films schon vieles richtig.

Trotzdem, die allgemeine Qualität des Films, was auch die Kampfszenen angeht, ist bei weitem nicht gleichzusetzen wie mit Filmen wie „Ip Man“ oder „The Raid“. Trotz schönen Thailand-Aufnahmen, soliden Action-Szenen und einem überaus coolen Jean-Claude Van Damme als Lehrer, werden eingefleischte Martial Arts-Fans mit diesem Film keine neue Filmperle entdecken.

Noch eine kleine Info am Rande: „Kickboxer: Vengeance“ ist nur der erste Teil einer Trilogie. „Kickboxer Retaliation“ wird im Jahr 2017 erscheinen, daraufhin der dritte Teil „Kickboxer: Syndicate“.

Chill-mit-Film.de Rating:

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6/10 „Solide Auffrischung eines Klassikers mit gelungenen Kämpfen.“ – chill-mit-film.de

Kickboxer: Vengeance, © ASCOT ELITE Home Entertainment GmbH

Kickboxer: Vengeance, © ASCOT ELITE Home Entertainment GmbH

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