Filmkritik zu „Die Unfassbaren 2“: Magier-Action mit dem zweiten Akt – ab Dezember im Handel

Ich denke, man kann getrost sagen, dass ich ein großer Fan von Magierfilmen bin – ob nun Christopher Nolans „Prestige – Die Meister der Magie“ oder Neil Burgers „The Illusionist“ mit Edward Norton. Umso mehr freute ich mich auf den Magier-Thriller „Die Unfassbaren – Now You See Me“, der im Jahr 2013 erschien und einen kleinen überaschenden Erfolg an den Kinokassen hatte. Nach rund drei Jahren kam dann endlich die Fortsetzung mit dem Titel „Die Unfassbaren 2“ (DVD/Blu-ray Verkaufsstart: 27. Dezember 2016).

Kurzinhalt zum Film: Die Unfassbaren (Jesse Eisenberg, Woody Harrelson, Dave Franco) sind zurück und sprengen im zweiten Akt erneut die Grenzen des bisher Vorstellbaren! Ein Jahr ist vergangen, seit sie das FBI überlistet und ihrem Publikum mit unglaublichen Magie-Darbietungen zu einem unverhofften Geldsegen verholfen haben. Noch immer vom FBI verfolgt, betreten sie nun nicht ganz freiwillig wieder die große Bühne. Zusammen mit der mysteriösen Lula (Lizzy Caplan), die sich ihnen anschließt, treffen sie auf den undurchsichtigen Walter Mabry (Daniel Radcliffe). Das technische Wunderkind hat ganz eigene Vorstellungen von einem gelungenen Zaubertrick und verfolgt einen perfiden Plan. Was die Vier nicht wissen: Mabry ist der Ziehsohn von Arthur Tressler (Michael Caine), der mit den „Vier Reitern“ noch eine Rechnung offen hat. Und auch Thaddeus Bradley (Morgan Freeman), ein alter Bekannter der Unfassbaren und Meister der Zauberkunst, zieht im Hintergrund seine Fäden. Jetzt müssen die Magier ihr gesamtes Können aufbieten, um ein rettendes Ass aus dem Ärmel zu ziehen…

Die Unfassbaren, © 2016 Concorde Filmverleih GmbH / Jay Maidment

Die Unfassbaren 2, © 2016 Concorde Filmverleih GmbH / Jay Maidment

So sehr ich auch den ersten Teil mochte, konnte ich nicht mehr ganz so viel vom zweiten Teil abgewinnen. Zwar ist fast der gesamte Stammcast wieder mit dabei und die gute Qualität von Szenerie, Schauspiel und Action scheint sich auch mit dem ersten Teil zu gleichen. Doch sind es zwei Punkte, die dem Film aus meiner Sicht schaden. Während man im ersten Teil die meisten Zaubertricks im groben noch als realistisch und glaubwürdig betrachten konnte, bewirkten die meisten Tricks im zweiten Teil jedoch genau das Gegenteil. Vieles erschien mir zu übertrieben, zu weit hergeholt und teils sehr unglaubwürdig. Zudem, und das betrifft nur die deutsche Fassung, fand ich die deutsche Synchronstimme von Neueinsteigerin Lizzy Caplan grauenvoll ausgesucht.

Neben dem wirkt „Die Unfassbaren 2“ nicht wie ein abgerundetes Werk. An vielen Stellen gibt es oft kleine Mängel, wie etwa die löchrige Story, die eher für Action/Popcorn-Kino erfunden wurde und recht wenig die Intelligenz der Zuschauer fordert. Zwar ist der Cast hochkarätig besetzt, doch fehlt im zweiten Teil der gewisse Charme der Charaktere. Daniel „Harry Potter“ Radcliffe als neuer Bösewicht ist clever ausgewählt, spielt diesen gut, doch wirkt er recht ersetzbar, da er nur einen reichen verwöhnten Sohn gibt.

Ein gut besetztes Actionkino mit teilweise lustigen Momenten, die ich Woody Harrelson zuschreibe. Viel Action mit wenig Intelligenz und Raffinesse hinter den Zaubertricks, die im ersten Teil noch vorhanden waren. Eine nervige deutsche Synchronstimme hinter Lizzy Caplan. Ein 0815-Bösewicht, der jedoch gut von Radcliffe gespielt wird. Ein hochkarätiger Cast, deren Charaktere jedoch an Charme und Tiefe fehlt. Ein Film, der stets mit Pros und Contras herum jongliert. So weiß man am Ende nicht, ob man diesen Film mögen soll oder nicht.

Chill-mit-Film.de Rating:

6/10 „Popcorn-Kino statt intelligentem Thriller. „Die Unfassbaren 2″ punktet ausschließlich mit anschaubarem Cast und schnelle Action. Überraschungen und Wendungen werden vermisst.“ – chill-mit-film.de

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