Filmkritik zu „Annabelle“: Vor „The Conjuring“ sorgte die Horror-Puppe für Terror

Im Jahr 2013 konnte „The Conjuring – Die Heimsuchung“ für reichlich teuflischen Horror sorgen. James Wan, der auch Filme wie „Saw“, „Insidious“ und „Insidious: Chapter 2“ schuf, und in seinen Filmen stets eine klassische Horror-Note hinzufügte, machte sich womöglich zum beliebtesten Horror-Regisseur.

Nun präsentiert man mit „Annabelle“ (Verkaufsstart: 19. Februar 2015) die Ereignisse, die sich vor „The Conjuring – Die Heimsuchung“ abspielten. Die Puppe namens Annabelle hatte zwar schon einen kleinen Auftritt in „The Conjuring – Die Heimsuchung“, wurde aber nicht tiefer beleuchtet.

Dies findet nun im Spin-Off „Annabelle“ statt. Zwar ist James Wan nicht mehr der Regisseur des Films, konnte jedoch mit John R. Leonetti einen guten Ersatz finden, der schon in „The Conjuring – Die Heimsuchung“ als director of photography tätig war und auch in vielen anderen James Wan-Filmen mitgewirkt hat.

ANNABELLE, © 2014 Warner Bros. Entertainment Inc.

ANNABELLE, © 2014 Warner Bros. Entertainment Inc.

Somit konnte John R. Leonetti in „Annabelle“ den gleichen Horror-Ton finden, wie James Wan es in „The Conjuring – Die Heimsuchung“ oder „Insidious“ erschuf. Mit „Annabelle“ wird die Geschichte von John Gordon und seiner schwangeren Frau Mia erzählt. Da Mia Puppen mag, wird sie von John mit einer weiteren Puppe beschenkt. Diesmal ist es die Puppe Annabelle. Zu Beginn war Mias Begeisterung über diese Puppe groß. Doch als eines Tages ein satanistischer Kult in das Haus des Paares einbricht und für Terror sorgt, scheint die Puppe Annabelle wie ein Teil des Kults zu sein. Fortan betrachtet Mia die Puppe mit anderen Augen. Doch was noch niemand ahnt ist, dass ein dunkler Dämon beschworen wurde, der nun nach einer Seele verlangt…

All das spielt sich in einer etwas älteren Zeit ab. Die Figuren sehen wie typische 1970er Jahre Figuren aus. Und auch hier verzichtet man auf unnötige CGI-Effekte. Stattdessen gibt es hier klassische Horror-Schocks, die nicht von CGI und Blutvergießen leben.

Das mag nun für den ein oder anderen wie ein B-Movie ausschauen. Doch was ich an der Kunst von James Wan vergöttere, ist die klassische Art der Horror-Kunst, die er großartig hervorbringt, ohne jegliche CGI-Monster herbeizurufen. Auch wenn James Wan in „Annabelle“ nur als Produzent tätig war, so waren seine Finger im Film deutlich zu sehen.

„Annabelle“ zeigt sich wie ein Horrorfilm aus den 1970er Jahren, der jedoch genau mit dieser klassischen Art in die Moderne übernommen wurde, was den kompletten Film wie ein klassisches Meisterwerk aussehen lässt. Und da James Wan stets Schocks und Grusel-Szenen zeitlos darstellt, funktionieren auch die einfachsten Methoden in „Annabelle“, um den Zuschauer das Fürchten zu lehren.

Ich denke, wer besonders die Schocks aus „Insidious“ schätzt und liebt, wird mit „Annabelle“ nichts falsch machen. Es kann jedoch sein, dass der ein oder andere diesen Film als einen schlechten „Chucky“-Abklatsch wahrnimmt und die Schocks alles andere als packend empfindet. Doch die Geschmäcker sind eben stets verschieden, und so sind die Meinungen von „Annabelle“ doch tatsächlich verschiedener als gedacht.

Chill-mit-Film‘ Rating:

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9/10 „ein kleines Horror-Meisterwerk, der sich mit abgrundtiefem Grusel und Schocks aus alter Schule präsentiert!“ – chill-mit-film.de

Annabelle, © 2015 Warner Bros.

Annabelle, © 2015 Warner Bros.

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