Erst Walpurgisnacht, dann „The Witch“: Horror in neuer Form – ab Mai im Kino

Bevor das pure, wahrhaftige Böse mit THE VVITCH nach der erfolgreichen Deutschlandpremiere bei den Fantasy Filmfest Nights am 19. Mai die Kinos der Republik heimsucht, zelebrieren wir den Ausklang des Aprils am Wochenende mit einem ganz besonderen Hexentanz.

Die Germanen feierten in der Nacht zum 1. Mai ursprünglich das Ende des Winters. Mit Verkleidungen, Feuer und Tanz wurden zum einen die bösen Geister vertrieben, aber auch die Hochzeit Wotans (der oberste Gott der Germanen) gefeiert. Mit der Verbreitung des Christentums wurden heidnische Bräuche allerdings verboten und, wenn sie zu verbreitet waren, dem christlichen Glauben angepasst. Für die Kirche war der erste Mai der Gedenktag der heiligen Walpurga, einer Äbtissin aus England, welche bis heute als die Schutzpatronin der Seeleute, aber auch als Schutzheilige gegen Krankheiten und Seuchen gilt. Lautes Geschrei, Feuer und böse Geister wurden im Nachhinein Hexen zugeschrieben.

Durch die Vermischung der Bräuche verbreitete sich, angetrieben durch die Literatur des 15. Jahrhunderts, die Annahme, dass in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai Hexen auf dem Blocksberg und anderen erhöhten Orten einen Teufelstanz abhielten. Dabei soll der Teufel höchst selbst erschienen sein, um ihnen die Fähigkeit der Zauberei zu verleihen.

Um sich vor den Hexen zu schützen, die in dieser Nacht ganz besonders umtriebig schienen, hielten die Bürger diverse Rituale ab. So streute man Salz auf die Türschwellen von Häusern und Ställen, um sich und sein Vieh zu schützen. Auch wurden Besen mit der Kehrseite nach oben aufgestellt, um Hexen zu verjagen. Wer zudem einen Kranz aus dem Kraut der Gundelrebe trug, der könne Hexen erkennen.

Doch nicht alle Bräuche der Walpurgisnacht hatten einen Bezug zu Hexen oder der Hexerei. Viele von ihnen ranken sich um junge Pärchen und um Fruchtbarkeit. Traditionell stellte man zum Beispiel der Liebsten einen Maibaum vor das Haus. Und wer wissen wollte, ob diese auch treu bleibt, pflanzte in der Walpurgisnacht zwei Vergissmeinnicht mit etwas Erde auf einen Stein. Wuchsen diese aufeinander zu, galt die Treue als sicher und eine Hochzeit würde bevorstehen.

Die größten Feiern zur Walpurgisnacht werden heutzutage immer noch im Harz um den Brocken gefeiert. Viele Frauen und Mädchen verkleiden sich dort als Hexen, um bei der Austreibung des Winters dabei zu sein.

Am 19. Mai lässt Regisseur Robert Eggers in seinem von der Presse gefeierten Regiedebüt THE VVITCH (auch mit der Schreibweise „The Witch“ bekannt) die Hexen auf eine Familie im Neuengland des 17. Jahrhunderts los – und wird mit der auf historischen Aufzeichnungen beruhenden Geschichte für Unbehagen und Gänsehaut bei den Zuschauern sorgen.

Der Film spielt im Jahre 1960 in Neuengland. Der Farmer William, seine Frau Katherine und ihre fünf Kinder, finden auf einem abgelegenen Stück Land ein neues Zuhause. Doch bald kommt es zu finsteren Vorfällen: Aggressive Tiere, das Verschwinden eines der Kinder, die Besessenheit eines anderen Kindes, die Beschuldigung der Hexerei der ältesten Tochter sowie die Ausbreitung von Misstrauen und Paranoia. Dabei stellt sich auch die Frage, ob womöglich der naheliegende düstere Wald etwas mit all dem zu tun hat…

Hexen Besessenheit und Magie sind keine Neuheiten im Film-Universum. Doch wird „The Witch“ uns etwas vollkommen Neues darbieten. Erste Eindrücke gibt es um deutschen Trailer:

The Witch, © Universal Pictures

The Witch, © Universal Pictures

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